Österreich

Hitzewochenende brachte Rekord für Wiener Bäder

Heute Redaktion
14.09.2021, 02:58

Die derzeitige Hitze hat vergangenes Wochenende zahlreiche Wiener in die Freibäder getrieben - was sich auch in der Statistik niederschlug. 239.713 Personen suchten Abkühlung in einer der 17 städtischen Anlagen. Dabei wurde am Sonntag mit 144.896 Besuchern ein neuer Tagesrekord verzeichnet, berichtete die zuständige Magistratsabteilung 44. Nach der Hitze drohen nun Windböen und heftige Gewitter.

hat vergangenes Wochenende zahlreiche Wiener in die Freibäder getrieben - was sich auch in der Statistik niederschlug. 239.713 Personen suchten Abkühlung in einer der 17 städtischen Anlagen. Dabei wurde am Sonntag mit 144.896 Besuchern ein neuer Tagesrekord verzeichnet, berichtete die zuständige Magistratsabteilung 44. Nach der Hitze drohen nun Windböen und heftige Gewitter.

Die Sonntags-Höchstmarke vom 1. Juli 2012 mit 9.465 weniger Gäste wurde damit auf Platz zwei verwiesen. Ein neuer Wochenend-Rekord konnte hingegen nicht erzielt werden. Der Höchstwert von 242.151 Besuchern aus dem Vorjahr blieb unangetastet, hieß es.

Zweitbester Juli aller Zeiten

Am Freitag war der Andrang zu den Schwimmarealen mit 56.995 Personen noch verhältnismäßig gering. Am Samstag kamen 94.817 zum Abkühlen und am Sonntag wurde schließlich der bisherige Tagesrekord gebrochen.

Das starke Wochenende hat auch dazu beigetragen, dass das bisherige Besucherminus in Gesamtstatistik im Vergleich zum Vorjahr nun endgültig wettgemacht werden konnte. Seit Anfang der Saison zog es nämlich bis dato 2,031.188 Gäste in Wiens Freibäder. Das sind um 290.565 bzw. um 16,69 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres.

Was die bisherige Bilanz für den Juli anbelangt: Der Monat rangiert laut MA44 bereits jetzt mit 1,204.597 Besuchern an zweiter Stelle in der Bestenliste - sowohl in der Juli- als auch in der Monatsgesamtwertung. Ein neuer Monatsrekord, auf den 148.345 Besucher fehlen, scheint allerdings aufgrund des erwarteten Temperaturrückganges am Dienstag in Verbindung mit vermehrtem Auftreten von Wolken eher unwahrscheinlich - aber nicht unmöglich, hofft die MA44.

Heftige Sturmböen beenden Hitzewelle

Mit der Hitzewelle dürfte es bald vorüber sein. Schon in der Nacht auf Dienstag sollte laut Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) eine scharfe Brise von Westen her die heiße Luft wegschieben. Zu den Böen, die bis zu 80 km/h (im Wiener Becken sogar mehr) erreichen können, dürfte sich auch hie und da ein Gewitter gesellen. Dennoch sei mit einem eher gemäßigten Übergang von sehr heiß auf angenehm warm zu rechnen - mit einer Ausnahme.

Das Südburgenland, die Weststeiermark und Kärnten könnten vom angenehmen Temperatursturz ausgenommen sein. Denn dort drohen nach großer Hitze (Montagvormittag: Deutschlandsberg - 35,6 Grad, Leibnitz 35,1 Grad) auch heftige Gewitter, die von Italien nordwärts ziehen. "Da ist viel Energie im Spiel, auch Hagel ist nicht auszuschließen", so eine Meteorologin zur APA.

Starkregen und Hagel im Waldviertel möglich

Doch generell sinken die Temperaturen von Westen her sukzessive auf deutlich unter 30 Grad. Selbst im heißen Osten sollten die Quecksilbersäulen am Dienstag nur 26 bis 28 Grad anzeigen. Niederschläge dürften jedoch ausbleiben. Am Montag dagegen war es noch einmal richtig heiß: tagessieger war Güssing mit 39,1 Grad. Laut Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik verwies die südburgenländische Bezirkshauptstadt damit die Messstationen Graz-Straßgang und Leibnitz (je 38,8 Grad) auf die Plätze. Insgesamt hatte es an 26 Orten in Österreich über 36 Grad.

Tendenziell beunruhigende Prognosen gibt es für das Waldviertel. Denn die Gewitter, die von der Steiermark über den Alpenhauptkamm nach Norden ziehen, dürften sich dort mit einiger Wucht entladen. Besonders die Vorhersagen für Tschechien punkto Starkregen und Hagel könnten auch für die Grenzregion schlagend werden.

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