Österreich

Hitziger Endspurt, gewittrige Aussichten

Heute Redaktion
14.09.2021, 13:22

Das Wiener Donauinselfest sorgt schon jetzt für Schweißausbrüche - zumindest bei den Bauarbeitern: Trotz der derzeitigen Hundstage laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren.

Das    sorgt schon jetzt für Schweißausbrüche - zumindest bei den Bauarbeitern: Trotz der derzeitigen Hundstage laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren.

"Ich habe gelesen, dass bei Hitze die Arbeitsleistung um 30 bis 70 Prozent sinken soll, aber trotzdem wollen wir das auf 100 Prozent belassen", sagte Geschäftsführer Sascha Kostelecky den hochsommerlichen Temperaturen den Kampf an. Mit diesen wird es am Wochenende, wenn das Open-Air-Fest über die Bühne geht, wieder vorbei sein. Am Freitag muss sogar mit Regenschauern gerechnet werden.

"Es geht zügig voran", lobte Kostelecky das Aufbauteam. Die meisten "Skelette" der Bühnen stehen schon, die rund 250 Container sind bereits allesamt auf dem 4,5 Kilometer langen Teilstück des Eilands. Bis zum Freitag müssen noch die Stages verkleidet, die Technik "reingehängt", Gastrozelte adjustiert und Stromkabel vergraben werden, "damit uns da ja keiner drüberstolpert", umriss der Organisator die noch ausstehenden Punkte der To-do-List.

Logistischer Kraftakt

Auf 20 Themeninseln bzw. zwölf Musikbühnen wird auch heuer wieder heterogenes Programm für rund drei Millionen erwartete Besucher geboten. Dazu muss einiges an Infrastruktur verbaut werden. 250 Hütten und Verkaufsstände, 120 Zelte, 40 Überwachungskameras, 7,5 Kilometer Absperrungen und 40 Kilometer Stromkabeln sind nur ein Teil des Equipments, das auf das Festivalgelände gekarrt werden muss. Unverzichtbar sind auch die 230 Mobilklos und 31 WC-Container, die laut dem Veranstalter, der Wiener SPÖ, mit 40.000 Rollen "hochwertigem" Klopapier ausgestattet werden.

Gewittergefahr

Wettertechnisch macht sich Kostelecky keine Sorgen - obwohl: "Ich hab vier Wetter-Apps auf meinem Handy und die erzählen mir alle was anderes. Wir gehen davon aus, dass es am Donnerstag paschen kann mit einem Gewitter." Trotzdem werde alles rechtzeitig fertig werden, "wenn wir nicht grade untergehen".

Für das dreitägige Event selbst sind die Wettervorhersagen durchaus gut. Laut Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG), die eine eigene Inselfest-Prognose auf ihrer Homepage eingerichtet hat, wird das Wochenende von der Sonne dominiert.

Lediglich am Freitag gehen teils gewittrige Regenschauer nieder, heißt es in der Vorschau. Am Samstag und Sonntag sollte es allerdings trocken bleiben. Auch die Temperaturen werden auf etwas angenehmerem Niveau liegen. Prognostiziert sind Höchstwerte zwischen 25 und 28 Grad.

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