Hoch oben ohne: VW T-Roc Cabrio im Test

Ohne Dach sieht der T-Roc nicht wie ein typisches Cabrio aus. Aber das verleiht ihm auch viel Eigenständigkeit.

Bei Cabrios denkt man normalerweise an kleine flache Flitzer, die mehr sportlich als komfortabel sind. SUVs ohne Dach sind ziemlich selten und VW hat sich über diese Schwelle drüber getraut - mit Erfolg. Denn der T-Roc ist ein gelungenes Kompakt-SUV mit jugendlichem Charme. Als Cabrio wird das Lifestyle-Gefühl noch einmal verstärkt.

Das T-Roc Cabrio mit einem 1-Liter-TSI und 115 PS beginnt bei 31.190 Euro; wir fuhren die Spitzenmotorisierung mit 150 PS und einem 7-Gang-DSG-Automatik in der sportlichen Ausstattung R-Line. Die startet bei 42.368 Euro doch wir hatten noch einiges an Sonderausstattung dabei, darunter Leichtmetallräder, das Leder-Paket oder die adaptive Fahrwerksregelung, was unter dem Strich stolze 50.774 Euro ausmacht.

Ganz in der Tradition von Käfer und Golf gibt es das klassische Fetzendachl, das auch während der Fahrt geöffnet und geschlossen werden kann. Allerdings nur bis 30 km/h - ein bisschen wenig, aber besser als nix. Ist das Dach einmal offen, empfiehlt sich sehr das Windschott (360 Euro extra), das sich hervorragend platzsparend zusammenklappen und im Kofferraum verstauen lässt.

Just cruisin'

In wenigen Handgriffen installiert, schützt es die Rücksitze vor herabfallenden Blättern und anderem Schmutz, sowie Fahrer und Beifahrer vor Luftverwirbelungen im Nacken. Nur hinten kann dann halt niemand mehr sitzen. Was ebenfalls sehr positiv auffällt: Die Klimaanlage verändert automatisch die Temperatur und die Einstellungen, sobald man das Verdeck öffnet bzw. schließt und etwas wärmer bzw. kälter bläst.

Ist das Verdeck unten, dann erinnert das T-Roc Cabrio etwas an den alten Kübelwagen, und das ist nicht böse gemeint. Etwas moderner gedacht wäre es vielleicht das PT Cruiser Cabrio, aber ohne den polarisierenden Look. Der T-Roc ist jedenfalls kein Kurvenräuber und wer nicht im Sportmodus fährt, bekommt eine etwas gemütliche Schaltung. Das ist aber nicht schlecht, denn so gleitet man entspannt über die Landschaften und genießt die Aussicht besser - einfach gechillt cruisen, und das mit dem Komfort eines SUVs, bei dem man nicht jede Bodenwelle persönlich kennenlernt.

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