Erneut hat ein Alpengletscher die sterblichen Überreste von Vermissten freigegeben. Am Bossons-Gletscher am Mont Blanc fand der französische Bergsteiger und Hobbyforscher Daniel Roche die Überreste einer mumifizierten menschlichen Hand sowie eines Oberschenkels.
Laut Behörden handelt es sich möglicherweise um Überreste, die in Zusammenhang mit zwei Flugzeugabstürzen in der Gegend stehen. Die französische Polizei untersucht die sterblichen Überreste nun gerichtsmedizinisch.
Roche, der den Bossons-Gletscher seit Jahren auf Spuren der beiden Unglücksflüge untersucht. "Bislang habe ich hier noch nie so große menschliche Überreste gefunden", sagte er der Nachrichtenagentur AFP. Zudem habe er ein Triebwerk gefunden, das wahrscheinlich zu der 1966 abgestürzten Boeing 707 gehörte.
165 Tote bei zwei Flugzeugabstürzen
In den Jahren 1966 und 1950 stürzten jeweils Flugzeuge der indischen Fluggesellschaft Air India in dem Gebiet ab. Bei dem ersten Unglück starben 48 Menschen, beim zweiten waren es 117 Menschen. Der Gletscher gab seit Jahren immer wieder kleinere Überreste von Menschen und Gegenständen frei, allerdings keine größeren.
(red)