Höchststrafe für Grazer Dschihadisten-Ehepaare

In Graz ist am Freitag der Dschihadistenprozess gegen mehrere Ehepaare zu Ende gegangen, Archivbild.
In Graz ist am Freitag der Dschihadistenprozess gegen mehrere Ehepaare zu Ende gegangen, Archivbild.Bild: picturedesk.com
Sie hatten Kindern IS-Gräuelvideos vorgespielt. Vier Angeklagte wurden nun zu mehreren Jahren Haft – nicht rechtskräftig – verurteilt.

Schuldig im Sinne der Anklage, lautete das Urteil im Grazer Straflandesgericht gegen vier Dschihadisten, das berichtete der "ORF" am Freitagabend.

In diesem Prozess stützte sich die Staatsanwaltschaft auf die Aussagen von zwölf minderjährigen Kindern, denen von ihren Eltern IS-Gräuelvideos gezeigt worden sein sollen und radikalislamisch erzogen wurden. Die Anklage gegen die Elternpaare lautet daher nicht nur auf Dschihadismus sondern eben auf "Quälen von Unmündigen" – "heute.at" berichtete.

"Nebenbei" mussten sie sich wegen des Tatbestands der Bildung einer terroristischen Vereinigung und krimineller Organisation verantworten.

Drei Angeklagte, zwei Männer und eine Frau, müssen nun für zehn Jahre hinter Gitter – das ist Höchststrafe. Die vierte Beschuldigte fasste eine neunjährigen Gefängnisaufenthalt aus.

Gegen einen der Angeklagten lag auch der Vorwurf des versuchten Mordes auf dem Tisch, dieser wurde davon allerdings freigesprochen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. (red)

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