Hochwasser: Düker-Gerüst von Flut mitgerissen

Äußerst brenzlige Lage am Donnerstag im Mostviertel: Neben der Erlauf führte auch die Ybbs Hochwasser – ein im Fluss aufgestelltes Gerüst zur Sanierung eines Dükers hielt dem nicht stand.

Mit Argusaugen wird derzeit der Wasserstand der Flüsse im Mostviertel beobachtet, denn: In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag stiegen die Pegel aufgrund des Starkregens enorm an, nur ein Großeinsatz von Feuerwehr und Bundesheer auf der Wieselburger Messe mit Volksfest konnte verhindern, dass das Großevent ins Wasser fällt ("Heute" berichtete).

Doch auch die Ybbs im nahe gelegenen Sankt Georgen am Reith (Amstetten) führte Hochwasser. Dort wird gerade ein quer über den Fluss verlaufender Düker saniert – inklusive Baugerüst, das im Wasser verankert wurde, um die Arbeiten umsetzen zu können.

Gerüst stürzte schließlich komplett ein

Am Donnerstag schossen die Wassermassen jedoch mit so einem enormen Druck durch die Ybbs, dass sich Verklausungen bildeten, die wiederum so stark auf das Gerüst drückten, dass es einstürzte.

Die alarmierten Florianis versuchten Schadensbegrenzung zu betreiben und kontrollierten die nächste Brücke flussabwärts. Die Befürchtung: Die abgerissenen Stützen könnten sich dort verkeilen und wiederum die Brücke zum Einsturz bringen. Doch kurz darauf: Entwarnung, die Lage ist unter Kontrolle, die Stützen stellten keine Gefahr dar.

Gaffer bremsten im Auto ab

Probleme gab es einmal mehr mit Schaulustigen. ""Sie bremsten auf der B31 bei voller Fahrt ab, um Fotos zu schießen und gefährdeten somit den Nachfolgeverkehr", berichtet die Feuerwehr.

Die Hochwasser-Lage entspannte sich bereits Donnerstagabend allmählich, in den kommenden Tagen sollten die Pegel laut Prognosen weiter sinken.



(nit)

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