Österreich

Hochwasser schlägt Wellen

Heute Redaktion
14.09.2021, 16:57

Der Wasserstand hat sich wieder normalisiert, die politische Debatte in Niederösterreich steuert aber erst auf ihren Höhepunkt zu. Während das Land auf den Ausbau von Hochwasserschutzbauten setzt, kritisiert die Umweltschutzorganisation WWF genau diese Maßnahmen. Denn so werde das Problem noch weiter verschärft.

Langsam kehrt in den betroffenen Hochwasserregionen wieder der Alltag ein. Auf politischer Ebene hingegen ist jetzt große Hektik ausgebrochen: Im Eiltempo stellte Landesrat Stephan Pernkopf gemeinsam mit dem Bund 8,4 Millionen Euro als Kofinanzierung für Hochwasserschutzprojekte zur Verfügung. Eine Maßnahme, deren Weitsichtigkeit bezweifelt wird. In Österreich sind nur mehr 20 Prozent der Flüsse naturbelassen. Aber gerade die Verbauung verursacht das Problem des Hochwassers. Wir fordern daher eine Revitalisierung, erklärt WWF-Sprecher Franko Petri. In den vergangenen Jahrzehnten wurde den Gewässern immer weniger Raum zugestanden, die Häuser immer näher am Ufer gebaut. Diese Achtlosigkeit rächt sich. Petri: Wir müssen den Flüssen wieder mehr Raum geben. Gewässer brauchen natürliche Überschwemmungsflächen. Norbert Knopf von der Abteilung Wasserbau des Landes Niederösterreich sieht die Kritik verfehlt: Wir versuchen neben den Hochwasserschutzbauten auch die Revitalisierung zu betreiben. Der Rückbau hilft aber nur in kleinen Bereichen. Der Hochwasserschutz hat sich besonders jetzt gut bewährt.Sebastian Baryli

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