Seit dem Jahrhundert-Hochwasser im Jahr 2002 wurde in Niederösterreich fleißig gebaut. In bereits 255 nö. Gemeinden gibt es bereits einen Flutschutz, weitere Projekte werden derzeit umgesetzt.
"Das Land wurde immer wieder von Naturkatastrophen – wie auch diesen Sommer – heimgesucht, deshalb ist es umso wichtiger, dass wir weiter am Hochwasserschutzausbau festhalten", erklärt VP-Landesrat Stephan Pernkopf. Gemeinsam mit den Gemeinden und dem Bund, wird derzeit in Emmersdorf an der Donau (Bezirk Melk), Neulengbach (Bezirk St. Pölten-Land) und Seitenstetten (Bezirk Amstetten) gebaut.
Während der Flutschutz in Emmersdorf mit dem zweiten Halbjahr 2017 fertiggestellt werden soll (Kosten: 16,7 Millionen Euro), wird das Rückhaltebecken mit einem Fassungsvolumen von rund 63.000 Kubikmetern Wasser in Neulengbach erst errichtet. Bürgermeister Franz Wohlmuth: "Durch den Bau werden auch weitere Maßnahmen wie der Ausbau des Kanals und die Straßensanierung im Bereich Kirschnerwald möglich." Die Kosten belaufen sich auf 1.330.000 Euro.
In Seitenstetten soll zusätzlich zum Ausbau des Trefflingbaches ein Rückhaltebecken mit einem Fassungsvermögen von 240.000 Kubikmetern Wasser um rund 5.925.000 Euro gebaut werden.
Die Kosten werden zwischen den Gemeinden, dem Land und dem Bund aufgeteilt.