Keine Verschnaufpause für über 500 Feuerwehrleute im Industrieviertel: Die Mitglieder von insgesamt 41 Feuerwehren kämpfen seit den Nachmittagsstunden gegen einen ausgedehnten Wald- und Vegetationsbrand im Föhrenwald bei St. Egyden (zwischen Wiener Neustadt und Neunkirchen).
Die Rauchwolke ist über Dutzende Kilometer hinweg sichtbar, verdunkelte teilweise sogar die Sonne. Sirenen heulten in mehreren Gemeinden, mittlerweile wurde die allerhöchste Alarmstufe ausgegeben. Meterhoch schlagen die Flammen zwischen den Stämmen hervor, heiße Windböen fachen sie immer weiter an.
Wegen der enormen Hitze – wie berichtet, wurde mit 41,2 Grad abermals ein neuer Allzeit-Temperaturrekord aufgestellt – bildete sich dabei sogar eine Pyrocumulus-Wolke. Diese erzeugt ihr eigenes Wettersystem, in dem es sogar zu Blitzschlägen kommen kann, die wiederum neue Feuer entfachen.
Aufgrund der dramatischen Lage haben die lokalen Behörden mittlerweile sogar das Bundesheer angefordert. Zwei Hubschrauber, ein AW-169 ("Lion") und ein S-70 ("Black Hawk"), stehen zur Bekämpfung des Waldbrands im Assistenzeinsatz. Zusätzlich sind vier weitere Hubschrauber, drei davon vom Innenministerium, in der Luft. Insgesamt stehen rund 100 Hektar in Brand.
"Aktuell ist der Brand noch nicht unter Kontrolle. Bitte meiden Sie das Gebiet um die Einsatzkräfte nicht zu behindern", schreibt das Bezirksfeuerwehrkommando Neunkirchen auf Facebook. Zudem sind 22 Rotkreuz-Mitarbeiter im Einsatz, sechs Rettungswagen zur Beistellung vor Ort.
Große Erleichterung gegen 20.40 Uhr: Wie das Feuerwehrkommando berichtet, konnte der Brand mittlerweile unter Kontrolle gebracht werden. 552 Mitglieder von 53 Feuerwehren stehen derzeit noch mit umfangreichen Nachlöscharbeiten im Einsatz.