Hoeneß: "Alabas Traum war, in Barcelona zu spielen"

David Alaba küsst bei der Real-Präsentation das Wappen.
David Alaba küsst bei der Real-Präsentation das Wappen.Twitter
David Alaba steht vor seinem Champions-League-Debüt mit Real Madrid. Brisant: Laut Ex-Boss Uli Hoeneß wollte er eigentlich zu Rivale FC Barcelona.

In Madrid ist David Alaba schon nach kurzer Zeit ein Führungsspieler, für die Real-Fans schon ein großer Star. Weil mit Kapitän Sergio Ramos (PSG) und Weltmeister Raphael Varane (Manchester United) beide Stamm-Innenverteidiger den Verein im Sommer verlassen haben, ist der Wiener sofort zum Abwehrchef aufgestiegen.

Alaba wechselte im Sommer ablösefrei vom FC Bayern in die spanische Hauptstadt. Wie sein ehemaliger Boss bei den Münchnern, Uli Hoeneß, jetzt ausplaudert, war das "Weiße Ballett" nicht immer sein Wunschklub.

Der Ehrenpräsident des deutschen Rekordmeisters verrät beim Radiosender "Bayern 1": "David Alaba hat mir mal erzählt: ‚Mein Traum ist es immer noch, in Barcelona zu spielen.‘ Dann habe ich zu ihm gesagt: ‚Willst Du da mit dem Präsidenten oder mit dem Insolvenzverwalter verhandeln?‘"

Alaba erwähnt er nur in einem Nebensatz, als er über die finanzielle Schieflage der Katalanen spricht. Für Real-Fans ist diese Info aber brisant. Der 28-Jährige hegte also allem Anschein nach den Wunsch, sich dem großen Rivalen anzuschließen. Wie oben im Foto zu sehen, küsste der Wiener bei seiner Vorstellung das Real-Wappen. Das sorgte übrigens in München für Unmut, so kurz nach dem Abgang von seinem Herzensklub.

Dass daraus nichts wurde, ist wohl auch der Finanzkrise geschuldet. Barca hatte kein Geld, um Superstar Lionel Messi mit einem neuen Vertrag auszustatten, musste auch Antoine Griezmann zum direkten Konkurrenten Atletico zurückverkaufen. Bei Real tat sich durch die Abgänge von Ramos und Varane eine sportliche und finanzielle Lücke auf, die Alaba genützt hat.

Am Dienstag treffen Barca und Bayern in der Champions League aufeinander. Hoeneß geht mit dem Gegner hart ins Gericht: "Barcelona ist eigentlich pleite! Wenn Barcelona in Deutschland wäre, wäre das ein Fall für den Insolvenzrichter. Barcelona ist für uns überhaupt kein Vorbild mehr. Das kann nicht die Lösung sein. Ich bin auch dafür, dass man an die Grenzen geht. In dem Moment, wo das Ganze nicht refinanzierbar ist, muss man eben auch mal 'Nein!' und 'Dann gewinne ich die Champions League mal nicht!' sagen."

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