In mitten der Wiener Hofburg und direkt zwischen Weltmuseum und Nationalbibliothek bietet das Infocenter eine Zeitreise durch die Geschichte. Dank eigener Tastreliefs ist der Besuch auch für Sehbehinderte ein besonderes Erlebnis.
Im Herbst 2016 wurde mit der Planung begonnen, am 26. April wird das neue Hofburg-Infocenter mit anschließendem Imperial Shop Vienna feierlich durch Bundesministerin Margarete Schramböck und Generaldirektorin des Kunsthistorischen Museum Sabine Haag eröffnet. Ab Freitag, 27. April steht das neue Infocenter am Wiener Heldenplatz dann für die Besucher offen.
Zeitreise durch die Geschichte Wiens
Bei freiem Eintritt wird hier auf 130 Quadratmetern die wechselvolle Geschichte der Wiener Hofburg vom beginnenden 13. Jahrhundert bis heute erzählt. Im Zentrum des Infocenters, ein Projekt von Kunsthistorischen Museum Wien und Burghauptmannschaft, steht ein schematisches Modell des Hofburgareals. Dieses wird medial so bespielt, dass die unterschiedlichen Planungs- und Umsetzungsphasen des Hofburg-Areals erlebbar werden.
An den umlaufenden Wänden wird in drei Zeitleisten die Geschichte der Hofburg parallel zur Geschichte Österreichs und der Welt dargestellt. Damit soll für die Besucher die Einordnung des baulichen Geschehen in der Hofburg in die Historie Wiens und Österreichs leichter werden. Mithilfe ausgewählter Highlight-Objekte, die zu den Zeitleisten in Beziehung gesetzt werden, wird auf die Museen und Institutionen des Hofburg-Areals verwiesen, in denen die Objekte im Original zu sehen sind.
Zehn Kunst-Schätze als Tastreliefs
Zu sehen sind hier auch 28 ausgewählte Schätze, wie beispielsweise der altmexikanische Federkopfschmuck Montezumas aus dem Weltmuseum, die Krone von Kaiser Rudolf II oder der Edelsteinstrauß der Maria Theresia aus dem Naturhistorischen Museum Wien. Aus zehn dieser Bilder wurden für das Infocenter Tastreliefs aus Acryl angefertigt, mit denen aus Blinde oder Sehbehinderte einen Eindruck der Objekte bekommen können. Zu der "ertastbaren Geschichte" zählt etwa neben der Kaiserkrone Rudolfs auch eine kaiserliche Kutsche sowie eine Samurai-Rüstung.
Zur Aufbereitung der baulichen Entwicklung wurde auf ein erst vor wenigen Jahren abgeschlossenes Forschungsprojekt der österreichischen Akademie der Wissenschaften zurückgegriffen. Die grafische Umsetzung der Bauentwicklung basiert auf informatikunterstützten Baudarstellungen, die die Technische Universität Wien im Auftrag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften erstellt hat.
Kaiserliche Shopping-Freuden
Angeschlossen an das neue Hofburg-Infocenter eröffnet auch der neue "Imperial Shop Vienna" des KHM-Museumsverbandes. Auf 160 Quadratmetern sollen hier ausgewählte Produkte imperiale Lebensfreude versprühen. Getreu dem Motto "Where Sisi would shop" (Wo Sisi einkaufen würde) bieten österreichische Traditionsunternehmen und -manufakturen ein buntes Sortiment kulinarischer Genüsse und Souvenirs.
"Imperial Shop Vienna & Hofburg Infocenter" ist täglich von 9 bis 18 Uhr geöffnet. Im neu gestalteten Shop befinden sich auch eine Info-Ecke des Wien-Tourismus und ein Tax Refund Point von Global Blue. (lok)