Hofer fetzt sich mit "ZiB"-Star, zahlt keine GIS mehr

Norbert Hofer in der "ZiB2".
Norbert Hofer in der "ZiB2".Screenshot
Als er von Martin Thür unangenehme Fragen gestellt bekam, schaltete FPÖ-Chef Norbert Hofer auf Angriff und beklagte sich über den ORF.

FPÖ-Chef Norbert Hofer war am Montagabend zu Gast in der "ZiB2" bei Moderator Martin Thür. Zunächst drehte sich das Interview um Corona und den Umgang der FPÖ mit dem Thema. "Wir haben gesehen, wie sehr sich die Dinge rund um dieses Virus verändert haben", so Hofer über die Kritik seiner Partei an der Regierung. "Der Bundeskanzler hat etwa Anfang des Jahres gesagt, dass 100.000 Menschen an dem Virus sterben könnten."  Er erinnerte auch an die Aussage, dass es keinen zweiten Lockdown geben werde, worauf ein zweiter und dritter Lockdown folgten.

Die wissenschaftliche Evidenz habe bei vielen Maßnahmen der Regierung gefehlt. "Das Schlimmste war, dass man die Alten- und Pflegeheime nicht geschützt hat. Stattdessen ging man in die Massentests und hat die Alten mit fehlerhaften Masken versorgt", so Hofer, der auch entschieden gegen eine passive Impfpflicht auftritt. 

Auch bei der Impfung sieht der FPÖ-Obmann offene Fragen: "Es ist nicht klar, ob es eine klinische oder sterile Immunität gibt. Für Risikopatienten ist es ein großer Gewinn. Mir ist es wichtig, dass ich niemanden anstecken kann."

Hofer schaltet auf Angriff

Zum Schluss des Gesprächs kam Thür auf die rechtsextremen Identitären zu sprechen. Laut einem Vorstandsbeschluss der FPÖ aus der Ära Strache kann niemand, der bei der rechtsradikalen Gruppierung oder deren Nachfolgeorganisationen aktiv ist, eine Funktion in der FPÖ übernehmen. FPÖ-Generalsekretär Michael Schnedlitz meinte unlängst, es sei vorbei mit dem Distanzieren. Und in Salzburg übernahm ein 17-Jähriger, der den Identitären nahe steht, eine Funktion bei der Freiheitlichen Jugend.

Eine wirkliche Antwort auf seine Nachfragen, wie sich das mit dem Vorstandsbeschluss vereinbaren lasse, erhielt Thür aber nicht mehr. Statt auf das Thema einzugehen, sprach Hofer lieber vom Terroranschlag in der Wiener City von Anfang November. Er attackierte den "zwangsfinanzierten" ORF und Thür für seine "nicht sehr intelligente" Frage. "Ich bin froh, die GIS abgemeldet zu haben", so Hofer. "Wenn es Ihnen Spaß macht, machen Sie einen Sitzkreis mit den Identitären, mir sind die egal."

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