Das Klima im Ausschuss war deutlich weniger gereizt als bei den Befragungen von Kanzler Kurz und Finanzminister Blümel. Das könnte daran gelegen haben, dass Hofer weit weniger Erinnerungslücken aufwies als die beiden VP-Politiker. Hofer über:
Proporz Aufsichtsräte seien nach dem Schlüssel 2:1 zwischen VP und FP aufgeteilt worden. Das hätten Kurz und Strache vereinbart.
Er betont, Posten nie gegen Spenden vergeben zu haben: „Ich habe nie Geld genommen, weder für mich noch für einen Verein.“ Noch nicht einmal nach Spenden gefragt habe er.
„Ich habe mich noch nie mit Novomatic getroffen. Der Bereich Glücksspiel interessiert mich genau nicht. Ich kann nicht einmal schnapsen.“
Den Ex-Casinos-Vorstand habe er vorgestern das ers te Mal gesehen – bei der Hofburg (da war Sidlo im Ausschuss, Anm.). Von dessen Bestellung habe er aus den Medien erfahren.
Während sich Blümel nicht genau erinnern konnte, ob er unter Türkis-Blau einen Laptop hatte, ist sich Hofer sicher: „Ich hatte wirklich keinen.“
Bei den Treffen der VP-FP-Spitzen bei Kurz daheim sei der immer „sehr zuvorkommend“ gewesen, habe auch „selber Jause hergerichtet“.
Der Ex-Vizekanzler habe „ungern“ telefoniert, dafür umso mehr Nachrichten verschickt