Österreich

Hofrat starb bei Polizei in Polen: Nun Nachobduktion

Die Witwe von Herbert M. ist wieder daheim, lässt nun in Wien eine Nachobduktion machen. Denn sie ist sicher: Herbert könnte noch leben.
Heute Redaktion
14.09.2021, 00:10

Verprügelt, verschleppt, verspottet und verstorben: Unter scheußlichen Umständen musste Hofrat DDr. Herbert M. (62) in Polen zu Tode zu kommen. Wie berichtet, war er nach einem Begräbnis von vier Securitys geschlagen, zur Exekutive gezerrt worden. Dort erlitt der herzkranke Kremser einen Herzinfarkt, seine polnische Gattin bettelte um einen Arzt, die Beamten verhöhnten sie und den sterbenden Herbert M.: "Selten so einen überzeugenden Schauspieler gesehen."

Nach dem Tod von Herbert M. traf die Witwe (58) auf eine Mauer des Schweigens und Vertuschens. Mehr noch: Das Handy des Hofrates wurde sichergestellt, Spionagevorwürfe in den Raum gestellt. Die polnischen Behörden wollen nicht, die österreichischen Behörden können nicht ermitteln. Die Witwe und deren Ex-Ehemann, Arzt Dr. Erich Haiderer, sind überzeugt: "Herbert würde noch leben, hätte man ihm ärztliche Hilfe nicht verweigert."

Erst am Dienstag kehrte die Familie nach NÖ zurück, die Witwe lässt nun in Wien eine Nachobduktion machen - auf eigene Kosten übrigens (rund 3.000 bis 4.000 Euro). Das etwaige Gutachten eines Herzspezialisten kostet dann nocheinmal mehrere Tausend Euro. Aber: Sowohl die Witwe, als auch Dr. Haiderer sagen: "Das war mindestens fahrlässige Tötung und das darf nicht einfach so unter den Tisch gekehrt werden."

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