Die seit dem Ukraine-Krieg regelrecht explodierten Energiekosten setzen vielen Wienern arg zu – "Heute" berichtete. Nicht nur das Tanken belastet die Geldbörse extrem, auch Heizung, Warmwasser und Strom werden rapide teurer. Und ein Ende der Preisspirale ist nicht abzusehen.
Am 22. Februar kündigte Wiens Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) daher in der ORF-Sendung "Report" einen Energie-Zuschuss für alle Wienerinnen und Wiener an – "Heute" berichtete. Details nannte der Stadtchef damals nicht, aber: Man wolle es jedenfalls geschickter machen als die Bundesregierung. Die hatte ja auch einen Energie-Bonus angekündigt. Der Haken daran: Besserverdiener bekommen diesen Zuschuss zwar, dürfen ihn aber nicht in Anspruch nehmen. Das werde auch stichprobenartig kontrolliert.
Wie "Heute" erfuhr, soll der Wiener Energiezuschuss am Dienstagvormittag ihm Rahmen einer Pressekonferenz zur Klubtagung der Wiener SPÖ präsentiert werden. Stadtchef Michael Ludwig wird dabei gemeinsam mit SPÖ-Klubchef Josef Taucher vor die Presse treten. Dem Vernehmen nach soll ein Energie-Paket für Wien vorgestellt werden, das eben auch den von Ludwig angekündigten Energie-Bonus beinhaltet.
Über Details hüllt man sich im Rathaus weiterhin in Schweigen. Die lange Wartezeit auf den Zuschuss begründet man damit, dass der Wien-Bonus zielsicherer und besser durchdacht sein soll als die Hilfe von der Bundesregierung.
Die Klubtagung widmet sich in diesem Jahr dem Schwerpunktthema "Zukunft der Arbeit". Gerade die Pandemie habe den Wandel der Arbeitswelt und die Belastungen in vielen Bereichen aufgezeigt, heißt es von der SPÖ. In der Tagung soll über den Status quo diskutiert und über Lösungen und Maßnahmen gesprochen werden. Im Vorfeld dazu hat der SPÖ-Rathausklub die aktuelle Arbeitssituation in einer Umfrage erheben lassen, mit Experten aus dem Arbeitsbereich diskutiert und so eine Grundlage für die Tagung geschaffen. Am Mittwochvormittag werden dann alle SPÖ-Stadträte sowie erneut Klubchef Josef Taucher vor die Presse treten.