Hohe Geldstrafe – Schüler grüßten sich mit Hitler-Gruß

Landesgericht Feldkirch
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Vier HTL-Schüler begrüßten sich regelmäßig mit einem "Heil Hitler" und dem Hitler-Gruß. Alle vier haben Migrationshintergrund.

Zu doch durchaus schmerzhaften Geldstrafen wurden am Freitag vier Jugendliche aus Dornbirn nicht rechtskräftig verurteilt. Heute sind sie zwischen 19 und 21 Jahren alt. In ihrer Schulzeit an der HTL sollen sie sich regelmäßig mit "Heil Hitler" und Hitler-Grüßen begrüßt haben.

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Dazu kamen noch unzählige nationalsozialistische Postings im Klassen-Chat. Darunter waren auch Bilder, die die Schüler bei eindeutigen Posen zeigten. Mit dem Schwamm malten sie auch regelmäßig Hakenkreuze auf die Tafel. Wegen dieser Unzahl an Verbrechen nach dem Verbotsgesetz kam es nun zum Prozess in Feldkirch, der "ORF Vorarlberg" berichtet.

Mangelhafte Aufarbeitung

Ihre politische Gesinnung sei aber keinesfalls rechtsradikal. Alle Beschuldigten haben Migrationshintergrund. In der Schule, im Geschichtsunterricht, wurden sie einfach zu wenig darüber aufgeklärt. Zwar wussten sie, dass sowas verboten ist, aber mit einem Strafrahmen von bis zu zehn Jahren Haft habe niemand gerechnet.

In der Zwischenzeit wollen sie ihre fehlende Bildung in diesem Gebiet nachgeholt haben. Beispielsweise hätten sie das Konzentrationslager in Dachau besucht. Auch wegen des jungen Alters wurde deswegen von einer Haftstrafe abgesehen.

Die Geschworenen sprachen alle vier schuldig. Weil einer arbeitslos ist, zwei ihren Zivildienst leisten und einer als Informatiker arbeitet, belaufen sich die Strafen auf 1.200, jeweils 3.000 sowie 9.000 Euro. Die Angeklagten akzeptierten das Urteil, die Staatsanwaltschaft gab keine Erklärung ab.

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