Der 29-jährige Sohn der norwegischen Königin Mette-Marit will erneut seine Freilassung aus der Untersuchungshaft beantragen. Sein neuer Verteidiger Alexander Greaker erklärte gegenüber dem Portal Nettavisen, die aktuelle Situation sei "anstrengend" für Høiby. Die Belastung sei "größer, als es in der Öffentlichkeit aussieht".
Gegenüber dem norwegischen Sender NRK kündigte Greaker an, einen weiteren Zeugen vorzuladen. Um wen es sich dabei handelt, wollte er nicht verraten. Die Identität der Person soll geheim bleiben: "Wir werden auch für diese Zeugenaussage den Ausschluss der Öffentlichkeit beantragen."
Høiby sitzt seit Februar in U-Haft, die regelmäßig um jeweils vier Wochen verlängert wird. Am Montag muss das Gericht erneut über eine Verlängerung entscheiden. Seit dem Sommer verbringt der 29-Jährige die Untersuchungshaft allerdings mit elektronischer Fußfessel zu Hause bei seiner Mutter und seinem Stiefvater König Haakon VIII. auf Gut Skaugum.
Wie RTL.de meldet, durfte er im September trotz Hausarrest an den Trauerfeierlichkeiten für seinen Großvater König Harald V. teilnehmen. Er war sowohl bei der Trauerfeier im Osloer Dom dabei als auch bei der privaten Zeremonie in der Schlosskirche auf der Festung Akershus.
Høiby war im Juni wegen mehrerer Straftaten, darunter zwei Vergewaltigungen nach norwegischem Recht, zu vier Jahren Haft verurteilt worden. Der Norweger hat das Urteil angefochten, ein Berufungsprozess soll im Februar starten. Dabei werden die Vorwürfe der Vergewaltigungen sowie der häuslichen Gewalt gegen eine Ex-Freundin neu aufgerollt.
In das Berufungsverfahren geht Høiby mit einem neuen Anwaltsteam. Neben Alexander Greaker übernimmt nun auch sein Kollege Daniel Storrvik die Verteidigung des 29-Jährigen.