Die Redl Elektroanlagen GmbH aus Hollabrunn/NÖ hat nach Angaben des KSV1870 und AKV vom Donnerstag beim Landesgericht Korneuburg ein Konkursverfahren beantragt. Davon betroffen sind 39 Dienstnehmer und etwa 70 Gläubiger. Aktiva von 1,3 Mio. Euro sollen Passiva von 6,2 Mio. Euro gegenüberstehen.
Das Unternehmen erbringt laut KSV vor allem Leistungen der Installation und Wartung von Elektro-, Alarm- und Photovoltaikanlagen sowie Multimediatechnik und Gebäudesteuerung. Die Löhne und Gehälter sollen bis Ende August bezahlt sein.
Die Insolvenzursachen liegen laut Schuldnerangaben insbesondere in den stark veränderten Einkaufspreisen und Personalkosten, berichtete der KSV. "Ebenso waren die Leitungskapazitäten im Unternehmen durch Lieferkettenprobleme, technische und regulatorische Entwicklungen im Bereich der Photovoltaikanlagen zu intensiv gebunden, sodass erforderliche Preiserhöhungen nicht rechtzeitig vorgenommen worden bzw. erkannt worden sind." Laut AKV soll die Geschäftsführung bereits Verhandlungen um einen Verkauf des Unternehmens geführt haben, die wegen der beantragten Insolvenz jedoch nicht abgeschlossen werden konnten.