"Weniger glaubwürdig"

Holland-Ikonen ätzen gegen Frauen im Fußball

Immer mehr Frauen schaffen auch den Sprung als Betreuerinnen in den Männer-Fußball. Zwei Fußball-Ikonen aus den Niederlanden passt das nicht. 
Sport Heute
15.12.2023, 19:23
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Das jüngste Beispiel, dass sich auch Trainerinnen im Männer-Bereich durchsetzen können, ist Marie-Luise Eta, die mittlerweile als Co-Trainerin bei Union Berlin aktiv ist. Zuletzt machten Meldungen die Runde, dass die höchsterfolgreiche Trainerin der englischen Frauen-Nationalmannschaft, Sarina Wiegman, sogar als Nachfolgerin von Gareth Southgate das Männer-Team übernehmen könnte. 

Dass sich die Niederländerin auch bei den "Three Lions" durchsetzen könnte, glauben zwei niederländische Fußball-Ikonen aber nicht, schockieren stattdessen mit fragwürdigen Aussagen zu Frauen im Männerfußball.

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"Weniger glaubwürdig"

"Die Tatsache, dass wir jetzt darüber sprechen, ist schon zu viel", wischte der ehemalige Star-Kicker Wesley Sneijder in der niederländischen Talkshow "Veronica Offside" die Wiegman-Spekulationen beiseite. "Ich habe nichts gegen sie, aber wir übertreiben hier ein bisschen. Eine Trainerin für eine Männer-Mannschaft? Wir werden verrückt", meinte Sneijder, der einer der Stammgäste der TV-Talkshow ist. 

"Ich kann mir nicht vorstellen, dass Sarina Wiegman eine Umkleidekabine mit Spielern wie Rafael van der Vaart führt. Warum nicht? Weil ihr noch nie in einer Umkleidekabine wart. Für mich geht es um Glaubwürdigkeit, die man gegenüber den Spielern haben muss", ergänzte der ehemalige niederländische Teamspieler Pierre van Hooijdonk. "Ich sage nicht, dass sie keine Glaubwürdigkeit haben, aber sie haben weniger Glaubwürdigkeit als ein Mann. Für mich geht es nicht darum, wer besser ist, sondern eben wie es ist", meinte der 54-Jährige, der einst bei Benfica Lissabon, Feyenoord Rotterdam und Fenerbahce spielte. 

"Heute muss alles aufgebrochen werden. Und in vielen Bereichen der Gesellschaft passiert das auch, aber eine Trainerin in der Premier League... Ich denke, man unterschätzt den Einfluss, den das haben würde, etwa bei einem Auswärtsspiel und den Fans dort. Für mich sind Männer und Frauen gleich, aber ich zeige nur auf, welchen Effekt es für die Fußballwelt haben würde. Die Fußballwelt spiegelt nicht die Gesellschaft wider", so der Niederländer. 

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