Für Jared Leto (54) läuft es derzeit alles andere als rund. Der Schauspieler soll nicht länger für eine Rolle im geplanten Polit-Thriller "Assassination" infrage kommen.
Ausschlaggebend seien laut einem Medienbericht vor allem die zunehmenden Vorwürfe sexuellen Fehlverhaltens gegen den Oscar-Preisträger. Leto weist die Anschuldigungen zurück.
Wie "Page Six" unter Berufung auf Produktionskreise berichtet, führte der 54-Jährige bereits im vergangenen Jahr fortgeschrittene Gespräche mit Regisseur Barry Levinson (84, "Rain Man"). Der Schauspieler sei "extrem interessiert" an dem Film über die Ermordung von US-Präsident John F. Kennedy († 46) gewesen.
Die Besetzung Letos sei dem Bericht zufolge beinahe beschlossene Sache gewesen. Den Verantwortlichen und Regisseur Levinson sollen die bereits bekannten Vorwürfe zu diesem Zeitpunkt bewusst gewesen sein. Diese seien auch intern besprochen worden.
Mit der wachsenden Zahl an Anschuldigungen sei der öffentliche Druck jedoch zu groß geworden, heißt es aus dem Umfeld der Produktion. Eine offizielle Stellungnahme der Beteiligten liegt bislang nicht vor.
Gegen Jared Leto kursieren seit Jahren Vorwürfe sexuellen Fehlverhaltens. Der Hollywoodstar hat diese stets zurückgewiesen.
Zuletzt rückte die BBC-Investigativ-Dokumentation "Jared Leto: Hollywood’s Dark Secret" den Schauspieler erneut in den Fokus. Darin erheben vier Frauen schwere Vorwürfe gegen Leto. Sie berichten von mutmaßlichem sexuellem Missbrauch zu einer Zeit, als sie noch Teenager waren. Leto bestreitet die Anschuldigungen.
Ein Insider vermutet, dass auch der finanzielle Misserfolg von "Tron: Ares" zur Entscheidung beigetragen haben könnte. Der Film aus dem Jahr 2025 soll bei einem Produktionsbudget von rund 180 Millionen Dollar weltweit lediglich etwa 142,25 Millionen Dollar eingespielt haben.
"Das könnte aber eine Ausrede gewesen sein, ihn aus dem Projekt zu werfen", wird die Quelle zitiert.
Barry Levinsons Thriller erzählt die Geschichte der US-Journalistin Dorothy Kilgallen († 52). Sie recherchierte zur Ermordung John F. Kennedys und zweifelte an der offiziellen Darstellung des Attentats. Kilgallen starb 1965 unter Umständen, über die bis heute spekuliert wird.
Für den Film wurden bereits mehrere Hollywood-Größen angekündigt. Zum Cast zählen Bryan Cranston (70), Al Pacino (86) und Jessica Chastain (49). Wer die ursprünglich für Leto vorgesehene Rolle übernehmen könnte, ist noch nicht bekannt. Auch ein Starttermin steht bislang nicht fest.