Welt

Homophobe Mitschüler trieben 13-Jährigen in den Tod

Heute Redaktion
14.09.2021, 01:16

Eine furchtbare Tragödie schockt ganz Australien: Ein 13-jähriger Bursche nahm sich das Leben, weil seine homophoben Mitschüler ihn jahrelang mobbten und verprügelten.

Australien ist entsetzt. Der 13-jährige Schüler Tyrone aus Brisbane nahm sich das Leben, nachdem er jahrelang von homophoben Mitschüler gemobbt, beschimpft und sogar verprügelt worden war. Einen knappen Monat vor dem Selbstmord war er von Mitschülern mit einem Zaunpfahl so sehr verprügelt worden, dass er am Kiefer operiert werden musste.

"Er war ein sehr femininer Junge, er liebte Mode, er liebte Makeup", erzählte seine am Boden zerstörte Mutter der australischen "Courier-Mail". Während die Familie die Homosexualität des Burschen völlig akzeptierte, wurde er in der Schule zur Zielscheibe von homophoben Beschimpfungen und Übergriffen.

"Will nicht wieder im Spital landen"

Nach der Zaunpfahl-Attacke und seinem Krankenhausaufenthalt habe sich Tyrone nicht mehr in die Schule getraut. "Als er aus dem Spital kam, war er ein anderer Junge... er sagte nur mehr andauernd 'Ich will nicht in die Schule, ich will nicht wieder im Spital landen'", schilderte die Mutter. "Ich glaube, diese Leute, die ihn gemobbt haben, sind schuld, dass er nicht mehr da ist", sagte sie verbittert.

Die Schuldirektorin drückte den Angehörigen ihr Beileid aus, will von den Übergriffen aber nichts gewusst haben. Es habe keinerlei Meldungen über Mobbing gegeben, sagte sie. In ganz Australien haben sich Tausende mit der trauernden Familie solidarisiert. Viele beklagten, dass an Schulen zu wenig gegen Mobbing und Homophobie getan würde.

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