Der Hongkonger Aktivist Joshua Wong muss ins Gefängnis. Der 24-Jährige wurde in Hongkong zu 13,5 Monaten Haft verurteilt.
Im Juni des Vorjahres hatte Wong an der Organisation einer Versammlung vor dem Hongkonger Polizeipräsidium mitgewirkt. 2019 fanden in Hongkong fast jeden Tag Proteste gegen die Regierung statt.
Seine Mitstreiter Agnes Chow und Ivan Lam müssen ebenfalls für zehn respektive sieben Monate ins Gefängnis.
Für den jungen Aktivisten ist es bereits die dritte Gefängnisstrafe. Nach den "Regenschirm-Protesten" 2014 musste er zwei Mal mehrere Monate in Haft verbringen. Als 17-Jähriger wurde er zum Gesicht der damaligen Studentenproteste, er war aber keine führende Figur der oft gewaltsamen Proteste im vergangenen Jahr, wie die Nachrichtenagentur Reuters schreibt.
Die Proteste wurden durch die zunehmende Einflussnahme Chinas auf die Sonderverwaltungszone Hongkong entfacht. Über 10.000 Personen wurden im Laufe der Proteste festgenommen. Seitdem haben die Hongkonger Behörden ihr Vorgehen gegen die Demokratiebewegung enorm verschärft.