Hongkong erlässt Vermummungsverbot

Auch friedliche Demonstranten trugen am Donnerstag bewusst Masken um gegen das Vermummungsverbot zu protestieren.
Auch friedliche Demonstranten trugen am Donnerstag bewusst Masken um gegen das Vermummungsverbot zu protestieren.Bild: Reuters
Nachdem die Gewalt bei den Protesten in Hongkong eskalierte – ein Polizist schoss einen Demonstranten an – erlässt die Regierung eine Notstandsmaßnahme aus der Kolonialzeit.
Ab Samstag dürfen die Demonstranten der Demokratiebewegung in Hongkong keine Masken mehr tragen. Regierungschefin Carrie Lam erließ nun ein Vermummungsverbot: "Wir müssen die Gewalt stoppen."

Sie betonte, dass sich die Stadt zwar nicht im Notstand befindet, aber "weitreichende und sehr große Gefahr" bestehe. Gleichzeitig protestierten wieder Zehntausende Menschen, die denn angekündigten Erlass erwartet hatten. Sie trugen bewusst Masken.

Die Demonstranten bedecken ihre Gesichter nicht nur um unerkannt zu bleiben sondern um sich auch vor dem Tränengas der Polizei zu schützen.

CommentCreated with Sketch.4 zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Das Gesetz, dass das Vermummungsverbot zulässt, stammt aus dem Jahr 1922, als die britischen Machthaber einen Matrosenstreik niedergeschlagen haben. Zuletzt wurde es bei Aufständen 1967 angewendet. Bei Verstößen drohen bis zu einem Jahr Haft.

Am Dienstag, dem chinesischen Nationalfeiertag, waren die Proteste in Straßenschlachten ausgeartet. Demonstranten kesselten eine Gruppe Polizisten ein und attackierten sie mit Stöcken. Daraufhin schoss einer der Polizisten einem 18-Jährigen aus nächster Nähe in die Brust und verletzte ihn schwer.

Laut Polizei hat der Beamte in Notwehr gehandelt, da er um sein Leben fürchten musste. Das Opfer bekam eine Anzeige für den Angriff .

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