PROJEKTNAME: Hope in Action
PROJEKTTRÄGER: Jane Goodall Institute Austria
KATEGORIE: Zivilgesellschaft
THEMENBEREICH: Bildung
TEILNEHMERZAHL: 1500
PROJEKTSTART: 2021
STATUS: Aktiv
INSTITUTIONALISIERT ALS: Verein
WIRKUNGSFELD: Ganz Österreich
Darum geht es beim Projekt "Hope in Action"
Im Rahmen des Projekts "Hope in Action“ haben sich Schüler:innen aus ganz Österreich Gedanken zur Klimakrise gemacht und in den beiden letzten Schuljahren 57 Klimaschutzprojekte in den Bereichen Artenvielfalt, Mobilität, Ernährung, Kleidung und Energie umgesetzt!
Die erste Etappe fand in Baden statt, wo bei 17 Projekten ca. 425 Kinder und Jugendliche verschiedener Schulen zusammen mit ihren 14 Pädagog:innen aktiv wurden, um gemeinsam Hand in Hand zu arbeiten und sich für die Umwelt einzusetzen. Mit Unterstützung der Gemeinde Baden wurden diese Aktivitäten durchgeführt und auch bei der Klimameile im Mai 2022 präsentiert.
Die Projekte gingen von Insektenhotels, Gemüsegarten, Blumenwiesen für Bienen und Schmetterlinge, Baumpflanzaktionen, Recycling Aktionen bis hin zu Eco-Influencer:innen Videos. Ein persönlicher Höhepunkt aller Teilnehmer:innen war das Zusammentreffen mit Jane Goodall bei einem Roots & Shoots Event mit über 700 Jugendlichen.
Was 2022 in Baden startete, war der inspirierende Beginn für 1.000 Schüler:innen, die in 9 Gemeinden in ganz Österreich weitere 40 Projekte umgesetzt haben: Hope In Action - die Schüler:innen zeig(t)en uns allen, dass jede:r Einzelne von uns etwas tun kann, um einen positiven Unterschied zu machen.
Durch einen Austausch mit internationalen Roots & Shoots Gruppen konnten Jugendliche außerdem erkennen und erleben, dass für globale Probleme auch auf lokaler Ebene ein Beitrag zu deren Lösung geleistet werden kann und auf der ganzen Welt gleichgesinnte junge Mädchen und Buben aktiv werden, um Teil des Wandels zu sein.
Auszeichnungsveranstaltungen sollen den Jugendlichen außerdem die Möglichkeit bieten, ihre Projekte vorzustellen, zu inspirieren und ihre Erfolge zu feiern.
Ganz nach dem Motto von Dr. Jane Goodall: "Eine große Kraft entsteht, wenn junge Menschen beschließen, etwas zu verändern", haben sie beschlossen, aktiv zu werden und selbst etwas in ihrer Umgebung zu verändern.
Videos von Jane Goodall Institute Austria:
Hope in Action - Orangutella
Hope in Action: Sustainble Fashion
Hope in Action - Sustainable Technology Alternatives
Heute For Future-Award im Gespräch mit Diana Leizinger von Jane Goodall Institute Austria
Was zeichnet das Projekt aus bzw. wie unterscheidet es sich von anderen?
Innerhalb des Projekts erleben Kinder und Jugendliche, dass sie Zukunftsgestalter sind und in ihrem eigenen Umfeld aktiv werden können. Mädchen und Buben bekommen gleichermaßen das Vertrauen, dass "jeder kleine Schritt zählt und jede und jeder die Welt ein kleines Stück zum Positiven verändern kann."
Obwohl nachhaltige Entwicklung eine globale Herausforderung darstellt, müssen Lösungsansätze oft auf lokaler Ebene entwickelt werden. Es liegt in der Natur von Kindern und Jugendlichen, Neues auszuprobieren, etwas "anders" machen zu wollen.
Im Rahmen des Projekts werden daher genau diese kreativen Freiräume geschaffen, um im direkten Umfeld der Jugendlichen Ideen zum Leben zu erwecken. Gemeinsam können so zukunftsfähige Lösungen (auch für globale Probleme) gefunden werden.
Ziel ist, vernetzendes ganzheitliches Denken nicht nur gelehrt zu bekommen, sondern in den Lebensalltag der Jugendlichen zu integrieren und durch eigene Projekte einen aktiven Beitrag zu leisten – denn selbst aktiv werden heißt, leichter zu verstehen und langfristiger zu lernen.
Haben Sie sich am Beginn Ihres Projektes an einem anderen Modellprojekt orientiert? Wenn ja, an welchem?
Ja. Der Bildungsschwerpunkt der Jane Goodall Institute liegt auf dem Kinder- und Jugendprogramm Roots & Shoots, bei dem jungen Menschen geholfen wird, eigene Projekte umzusetzen und mit ihren Ideen einen aktiven Beitrag im lokalen Umfeld zu leisten.
Das Programm wurde 1991 von Dr. Jane Goodall ins Leben gerufen und ist heute in über 60 Ländern vertreten. Das JGI-Austria bietet Unterrichtsmaterialien, Weiterbildungen und Kampagnen an, um kreative Ideen von jungen Menschen zu fördern. Über ein Mini-Grants Model werden die Projekte mit einem kleinen finanziellen Beitrag unterstützt.
Das Projekt “Hope in Action” hat sich also am Roots & Shoots-Modell orientiert und versucht durch einen faktenbasierten und hoffnungsgebenden, motivierenden Ansatz die Teilnehmer:innen bestmöglich dabei zu begleiten, positive Veränderungen selbst zu initiieren und erlebbar zu machen.
Ganz nach Jane Goodalls Motto: "Everyone can make a difference."
Ist Ihr Projekt bereits in anderen Regionen nachgemacht worden? Wenn ja, an welchem Standort?
Ja, das Projekt wurde in einer Pilotphase in der Gemeinde Baden umgesetzt und in einer zweiten Etappe – nach Ausarbeitung eines umfangreichen Leitfadens – auf ganz Österreich erweitert.
Glauben Sie, dass Ihr Projekt auch anderswo durchgeführt werden könnte?
Ja, auch im Ausland.
Welche Voraussetzungen sollten erfüllt sein, dass Ihr Projekt anderswo nachgemacht werden könnte?
Es braucht engagierte Schüler:innen und Projektbetreuung, Zusammenarbeit mit Gemeinden, Unterstützung durch Peers aus diversen Branchen sowie Mindestbudget, um die Koordination zu ermöglichen.
Was sollte geschehen, damit Ihre praktische Arbeit erleichtert wird? Wer sollte aktiv werden?
Das Projekt zielt darauf ab, verschiedene Interessensgruppen (Schulen, Gemeinden, Peers aus diversen Branchen) zusammenzubringen, um gemeinsam Projekte für Mensch, Tier und Natur im eigenen Umfeld abzuzielen.
Dementsprechend würden zukünftige Projekte erleichtert werden, wenn der Austausch dieser Gruppen durch finanzielle Förderungen, aber auch gezielte Möglichkeiten der Zusammenarbeit unterstützt wird.
Gemeinden oder Bezirke könnten Veranstaltungen organisieren, bei denen die Erarbeitung "enkeltauglicher" Lösungen im Vordergrund steht und Personen mit unterschiedlichen Motivationen und Hintergründen gemeinsam Innovationen vorantreiben.
Wir sind der Meinung, dass man vor allem durch das Verlassen der eigenen "Blase" kreativ werden kann und neue Wege geschaffen werden.