Am Freitag brauste ein Lieferwagen-Lenker unbehelligt über die L4010 in Pfaffstätten-Einöde im Bezirk Baden und fuhr in die Unterführung der Wiener Wasserleitung ein, als er plötzlich einen lauten Krach hörte. Der Klein-Lkw war unter dem Viadukt stecken geblieben.
"Obwohl mittlerweile seit einigen Jahren, noch vor der altehrwürdigen Unterführung, auf beiden Seiten eine spezielle Höhenkontrolleinrichtung zu den unzähligen Warnschildern entlang der L4010 und direkt am Viadukt installiert wurde, passiert es dennoch laufend", findet Stefan Schneider vom Bezirksfeuerwehrkommando Baden keine Worte.
Schrittgeschwindigkeit dürfte der Lenker des Lasters dabei vermutlich nicht gefahren sein, mutmaßen die Florianis.
Mit Hilfe des Rüstlöschfahrzeuges und der Seilwinde konnte der in der Klemme steckende Kleintransporter, dessen Koffer-Aufbau beim heftigen Aufprall weggerissen wurde, schließlich aus dem historischen Viadukt gezogen werden.
ÖVP-Bürgermeister von Pfaffstätten und Landtagsabgeordneter Christoph Kainz, selbst Feuerwehrmitglied und beim Einsatz vor Ort, hatte sich jahrelang für die Errichtung einer zusätzlichen Höhenkontrolleinrichtung eingesetzt. Er schüttelt den Kopf: "Wenn sich manche Fahrzeuglenker einfach nicht daran halten, oder sie anscheinend ignorieren, was soll man nicht noch alles tun!"