Hoppala: Was macht der Kanzler hier beim AMS?

Überraschungsbesuch beim AMS in Wien-Margareten: Montagvormittag mischte sich Kanzler Kern unter die Jobsuchenden. Botschaft: Alles wird besser.

Die am Montag veröffentliche Bilanz des Arbeitsmarktservice (AMS) zeigt: Im abgelaufenen März waren bundesweit 430.758 Menschen auf Jobsuche. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein Minus von 1,8 Prozent.

Auf Facebook zeigte sich Christian Kern vorsichtig erfreut über die Entwicklung. "Aber das reicht mir nicht", postete der Bundeskanzler. "Es reicht mir nicht für die Menschen, die einen Job suchen und sich jeden Tag hier im AMS einfinden, das ich heute in Wien Margareten besucht habe. Es reicht mir nicht zu sagen, dass es schon mal schlimmer war mit der Arbeitslosigkeit." Kern verwies zudem auf seinen "Plan A", der bis 2020 eine Halbierung der Arbeitslosigkeit vorsieht.

Die konkreten Zahlen:

Im vergangenen Monate hatten 187.192 Frauen (+0,3 %) und 243.566 Männer (-3,4 %) keinen Job. Am positivsten fiel die Entwicklung in der Steiermark (51.610 Arbeitslose, -8,1 %) aus, gefolgt vom Burgenland (12.416, -7,3 %), Kärnten (30.157, -4,0 %) und Oberösterreich (51.536, -3,1 %).

In Vorarlberg (12.185), Tirol (23.233) und Niederösterreich (71.777) betrug das Minus 0,2 bis 0,5 Prozent. Ein Plus von jeweils 0,4 Prozent verzeichneten hingegen Salzburg (16.976) und Wien (160.868).

Was die Statistik noch zeigt:

Während im März die Zahl der Arbeitslosen mit österreichischer Staatsbürgerschaft um 4,5 Prozent auf 296.301 sankt, stieg sie unter Immigranten um 4,8 Prozent auf 134.457 an. Ebenfalls ein merkliches Plus gab's bei der Generation 50+ (113.885, +5,2 %), bei Personen mit höherer Ausbildung (45.196, +6,4 %) und Akademikern (28.852, +7,7 %).

Keine Entwarnung auch in der Gruppe der Langzeitarbeitslosen: Mittlerweile gelten bereits knapp 184.000 Personen als nicht oder nur schwer vermittelbar. Das sind 3,6 Prozent mehr als noch im März 2016.

Deutlich zugelegt hat die Zahl der offenen Stellen. So waren im Vormonat immerhin 53.142 Arbeitsplätze sofort verfügbar, ein Plus von 44,5 Prozent. Gleichzeitig stieg auch die Zahl der offenen, sofort verfügbaren Lehrstellen um 27,5 Prozent auf 4.256. (bart)

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