Österreich

Hörndlwald-Klinik: Käfer ruft Umweltschutz auf den P...

Heute Redaktion
14.09.2021, 14:09

Der geplante Bau einer Rehaklinik im Hörndlwald in Hietzing schlägt erneut hohe Wellen. Eine Biologin behauptet, dass der geplante Standort Lebensraum des streng geschützen Juchtenkäfers (Eremit) ist. Die Umweltschutzabteilung der Stadt Wien wird darüber entscheiden.

Der geplante Bau einer (Eremit) ist. Die Umweltschutzabteilung der Stadt Wien wird darüber entscheiden.

Die Gegner der geplanten Klinik für Patienten mit Burn-out haben seit kurzem ein neues Argument gegen die Errichtung im Hörndlwald. Eine Biologin ist felsenfest davon überzeugt, dass der seltene Juchtenkäfer, auch Eremit genannt, auf dem Bau-Areal lebt.

Die Initiative "Rettet den Hörndlwald" beruft sich auf ein Gutachten, das die Existenz am Standort bestätigt. Wo dieser genau lebt, wolle man nicht verraten, damit Betreiber "Pro mente" den Käfer nicht von dort entfernen kann.

Auch Bezirksvorsteherin Silke Kobald (ÖVP) wirkt nicht gerade unglücklich über die Situation: "Dieses Vorkommen des Juchtenkäfers muss jetzt natürlich stark berücksichtigt werden bei den naturschutzrechtlichen Verfahren und Bewilligungen", sagte sie laut "orf.at". Dass der Käfer von Umweltschützern ausgesetzt worden sei, halte sie für ein Gerücht.

Betreiber unter Zeitdruck

Der Betreiber der Klinik "Pro mente", der bereits seit einem Jahr Pacht an die Stadt Wien zahl, ist unter Zeitdruck. Man will endlich mit den Bauarbeiten starten, nun muss die Umweltschutzabteilung (MA 22) die Lage unter die Lupe nehmen. "Pro mente" hat selbst einen Experten konsultiert, dieser sei zu dem Schluss gekommen, dass der Käfer nur in Totholz lebt.

Noch vor Weinachten soll ein Treffen der Klinik-Betreiber die Anrainer und Bezirkspolitiker stattfinden. Doch die Bewohner haben sich in der Vergangenheit in Form von 14.000 Unterschriften und einer Bürgerversammlung bereits klar gegen das Bauvorhaben ausgesprochen. Bezirksvorsteherin Kobald schlägt einen alternativen Standort vor.

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