Horner attackiert Hamilton: "Ziemlich amateurhaft"

Christian Horner
Christian HornerImago Images
Am Sonntag crashten die beiden Formel-1-Titelrivalen Lewis Hamilton und Max Verstappen. Für Red-Bull-Teamchef Christian Horner eine klare Sache. 

In der ersten Runde des Grand Prix von Großbritannien hatten sich der Altmeister und der aufstrebende WM-Leader ein hartes Rad-an-Rad-Duell geliefert. Beide fuhren Seite an Seite in Copse hinein, der Brite traf den Niederländer am rechten Hinterreifen. Verstappen flog ab, während Hamilton weiterfahren konnte, trotz einer Zehn-Sekunden-Strafe sogar das Rennen gewann. 

"Ziemlich amateurhafter Fehler"

Für Red-Bull-Teamchef Christian Horner ist die Schuldfrage eindeutig. Der Brite sei viel zu übermotiviert in die schnellste Kurve des Kurses gegangen, sei mit bloß zehn Sekunden, die ihm die Stewards aufbrummten, noch gut davongekommen. "Einen Fahrerkollegen ins Krankenhaus zu schicken, mit einem Auto, das ein Totalschaden ist, dafür dann eine so milde Strafe zu kassieren und trotzdem zu gewinnen - das fühlt sich meiner Meinung nach nicht nach einer großen Strafe an", schäumte der Red-Bull-Boss. 

"Auf der Helikopter-Aufnahme kann man dann erkennen, dass Lewis neben der Ideallinie war, weil er zu viel Speed in die Kurve mitgenommen hatte. Dieses Manöver konnte niemals klappen", ergänzte Horner. Und wurde noch deutlicher: "Für einen Weltmeister mit sieben Titeln war das ein ziemlich amateurhafter Fehler." 

"Großes, großes Glück"

Verstappen war nach seinem Einschlag mit 51 G per Hubschrauber aus Sicherheitsgründen ins Krankenhaus geflogen worden. Dieses hatte der Niederländer aber schon am Sonntagabend wieder verlassen können. "Wir hatten großes, großes Glück, dass keiner verletzt wurde", atmete der Teamchef auf. 

"Verzweifeltes Manöver"

Horners Vorwürfe an den amtierenden Weltmeister sind jedenfalls schwerwiegend: "Klar hat er die Sicherheit aufs Spiel gesetzt. Eine Attacke in dieser Kurve birgt enormes Risiko, das weiß jeder Pilot. Dass ein siebenfacher Weltmeister so ein verzweifeltes Manöver versucht und einen anderen ins Krankenhaus bringt, das ist das Enttäuschendste für mich", so der Bullen-Teamchef weiter. Hamilton habe sich schlichtweg von der Euphorie der 140.000 Fans hinreißen lassen. 

Um es seinen Kritikern zu beweisen, hatte Hamilton das entscheidende Manöver zum Rennsieg gegen Charles Leclerc wieder in Copse gesetzt, war beinahe ident wieder innen hineingestochen. Da war es gut gegangen, weil der Ferrari-Pilot nicht mit aller Gewalt dagegen hielt, die Strecke verließ, um einer Kollision aus dem Weg zu gehen...

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