Nach der historischen Schlappe bei der Landtagswahl ist es ruhig um die SPÖ in Oberösterreich geworden. Die Partei betreibt aktuell mit dem Projekt Morgen.Rot intern Vergangenheitsbewältigung. Wir wollen die konstruktive Kontrolle im Land sein, erklärt Landesgeschäftsführer Christian Horner die neue Rolle der Genossen.
War die rote Parteispitze unter Erich Haider vor dem 27. September mit harter Kritik am politischen Mitbewerber aufgefallen, verhält sich das Team rund um den neuen Vorsitzenden Josef Ackerl auffällig ruhig. Die Diskussion um zusätzliche Herzkatheter-Standorte - ein SP-Hauptthema im Wahlkampf - wurde zurückhaltend kommentiert. Kuschelkurs? Den fahren wir sicher nicht, sagt SP-Geschäftsführer Horner: Wir wollen die konstruktive Kontrolle gegenüber der Allmacht der Volkspartei sein!" Vor allem bei der anstehenden Spitalsreform II will die SPÖ die Pläne von Gesundheitsreferent und LH Josef Pühringer (ÖVP) genau unter die Lupe nehmen.
SP-Intern steht im März eine Fragebogenaktion bei allen Parteimitgliedern an. Mitte Juni werden die ersten Reformergebnisse bei einem Kongress in St. Georgen an der Gusen präsentiert, verrät Horner.