Welt

Horror-Kreuzfahrt ist zu Ende

Heute Redaktion
14.09.2021, 03:38

Der Horror-Trip auf dem havarierten Kreuzfahrtschiff "Costa Allegra" ist für die mehr als 1000 Menschen an Bord zu Ende. Das Schiff hat die Seychellen-Hauptinsel Mahe erreicht. Viele der 97 Österreicher wollen nun so schnell wie möglich abreisen, sie werden morgen um 8 Uhr in Wien-Schwechat landen.

Der Horror-Trip auf dem havarierten Kreuzfahrtschiff "Costa Allegra" ist für die mehr als 1000 Menschen an Bord zu Ende. Das Schiff hat die Seychellen-Hauptinsel Mahe erreicht. Viele der 97 Österreicher wollen nun so schnell wie möglich abreisen, sie werden am Freitag um 8 Uhr in Wien-Schwechat landen.

Ein Schiff ohne Stromversorgung, tropische Hitze und dazu noch die Gefahr von Piratenangriffen. All das haben die Passagiere des Kreuzfahrtschiffes, , nun überstanden. Gegen 06:30 Uhr (MEZ) war das Schiff erstmals vom Hafen der Insel Mahe aus zu sehen. 

Etwas später trafen die ersten Boote mit Koffern der Passagiere am Kai des Hafens von Victoria ein. Später sollte auch die "Costa Allegra" selbst mit mehr als 1.000 Menschen - darunter 97 Österreicher - an Bord einlaufen. Gegen 8.00 Uhr MEZ begann der Andockvorgang. Die Passagiere standen an Deck und beobachteten das rege Treiben am Hafen.

Das Rote Kreuz hatte vor der Ankunft im Hafen Zelte aufgebaut. "Wir sind hier, um Wasser und psychologische Unterstützung anzubieten, weil die Passagiere sich in einer sehr stressigen Situation befanden", erklärte eine Mitarbeiterin.

So lief die Ankunft ab

Im Hafen wurden die Crew und die Reisenden auch von zahlreichen Fernsehteams und diplomatischen Vertretern erwartet. Am Pier wartete auch Michael Kratzer, der österreichische Honorarkonsul auf den Seychellen. Kratzer erklärte im Gespräch mit Heute.at den weiteren Ablauf:

 Die Touristen verließen das Schiff in mehreren Gruppen. Zuerst durften diejenigen aussteigen, die medizinisch versorgt werden müssen. In dieser Gruppe befanden sich keine Österreicher. Danach waren die Reisenden an der Reihe, die nach Paris fliegen und in Folge jene, die nach Rom reisen. Schließlich waren alle deutschsprachige Passagiere an der Reihe.

Auch wenn die Ankunft detailliert geplant wurde, gab es Verzögerungen und Chaos. Im Laufe des 

Nachmittags sollen die Österreicher ins Hotel Meridien gebracht werden. Dort wurde ein Info-Point eingerichtet, wo die Passagiere endlich ihre Verwandten kontaktieren können  - die meisten Handy-Akkus sind leer.

Maschine landet Freitagfrüh in Wien-Schwechat

Etwa 35 der 97 Österreicher, die aus allen neun Bundesländern kommen, fliegen zurück in die Heimat. Für sie geht es am Abend zum Flughafen, wo sie mit einer Boeing 737-800 der Fluglinie Neos S.P.A. weiterfliegen. Sie werden über Luxor in Ägypten nach Österreich reisen. Das Flugzeug wird am Freitag um 8 Uhr in der Früh in Wien-Schwechat erwartet. Der Rest bleibt noch ein bis zwei Wochen, berichtete der Sprecher des Außenministeriums, Peter Launsky-Tieffenthal.

. Die manövrierunfähige "Costa Allegra" wurde anschließend von zwei Schleppern und einem französischen Trawler durch Piratengebiet nach Mahe gebracht. Da es keinen Strom an Bord gab, mussten die Passagiere die Reise über den Indischen Ozean bei tropischer Hitze ohne Kühlung überstehen. Das Schiff wurde durch Helikopter mit dem Nötigsten versorgt.

Die meisten Passagiere wollen weiter urlauben

Für die Passagiere gibt es nun zwei Möglichkeiten. Entweder sie fliegen gleich weiter in die Heimat, oder sie verbringen  auf den Seychellen. Ein paar Tage Erholung haben sie nach den Strapazen auch dringend nötig.

Nach Angaben der Reederei Costa Crociere will mehr als die Hälfte der 627 Passagiere ihren Urlaub fortsetzen. Sie sollen nun mit Schiffen zu Hotels auf verschiedenen Seychellen-Insel gebracht werden.

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