Am Donnerstag Nachmittag wurde ein 37-Jähriger im 2. Bezirk von mehreren Männern mit Macheten attackiert. In einem Lokal, in das der Mann geflüchtet war, spielten sich Schreckensszenen ab. Das Opfer wurde letztendlich selbst festgenommen.
Am Donnerstag Nachmittag wurde ein 37-Jähriger im 2. Bezirk von mehreren Männern mit Macheten attackiert. In einem Lokal, in das der Mann geflüchtet war, spielten sich Schreckensszenen ab. Das Opfer wurde letztendlich selbst festgenommen.
Schauplatz Heinestraße Wien: Um 16.00 Uhr überfielen vier Unbekannte auf offener Straße in Leopoldstadt den 37-jährigen Rafik F. aus Algerien mit Macheten und fügten ihm vor einem Lokal in der Heinestraße Schnittverletzungen an den Händen und im Gesicht zu.
Das Opfer rannte hilfesuchend in das Lokal, hinter ihm nahmen zwei Täter die Verfolgung auf und stürmten, mit Messern in der Hand, ebenfalls in das Lokal. Rafik F. rannte weiter in die Küche.
20-jährige Köchin erlitt Schock
Dort habe er versucht, sich mit Geschirr und Küchengegenständen gegen die Angreifer zu wehren, wie Juniorchef Stefan H. im Gespräch mit Heute.at erzählt. Unter anderem seien Teller mit Gulasch durch die Luft geflogen. Während sich Rafik K. in der Küche verschanzt hielt, versuchten die Angreifer, in die Küche zu gelangen. Mit einer Machete schlugen sie die Türe auf, konnten aber nicht durch. Einige Minuten später resignierten sie und zogen ab.
Opfer festgenommen
Draufhin rannte Rafik F. blutüberströmt weiter bis zur Polizeiinspektion Praterstern. Aus dem Lokal hatte er ein Küchentuch bekommen, mit dem er seine Verletzungen notdürftig abbinden konnte. Die Polizei brachte ihn sofort ins Spital. Die Verletzungen stellten sich als glücklicherweise nicht allzu schwer heraus. Der 37-Jährige wurde in ein Spital gebracht und dann selbst festgenommen - nach dem Fremdenpolizeigesetz, weil er keine gültigen Papiere hatte. Er sitzt jetzt im Polizeianhaltezentrum.
Die 20-jährige Köchin sei mit dem Schrecken davon gekommen, musste aber wegen dem erlittenen Schock behandelt werden. Sie ist bis nächste Woche beurlaubt.
Geldschulden als Motiv
Eine Sofortfahndung nach den Beschuldigten verlief negativ, einer der Täter ist der Polizei namentlich bekannt. Demnach handelt es sich um den erst 17-jährigen Farouk M., ebenfalls aus Algerien. Die Tatwaffe konnte sichergestellt werden. Wie Polizeisprecher Roman Haslinger gegenüber Heute.at sagt, dürfte es sich bei dem Streit um Geldschulden gehandelt haben. Täter und Opfer dürften sich von früher gekannt haben.