Österreich

Horrorcrash: Gemeinde trauert um zwei Freunde

Heute Redaktion
14.09.2021, 00:44

Riesengroß ist die Trauer im Innviertel nach dem Horrorcrash zu Ostern, bei dem zwei gute Freunde (22, 21) noch im Wrack starben. Beide waren sehr beliebt.

Zahlreiche Kerzen stehen an der Unfallstelle vor dem Feuerwehrhaus in Geinberg (Bez. Ried/I.), erinnern an Mathias Sch. (21) und Peter P. (22).

Die beiden Freunde, die schon gemeinsam die Hauptschule besuchten, verunglückten wie berichtet bei einem Horrorcrash am Osterwochenende tödlich.

Der PS-starke 4er Golf R32 von Mathias war aus einer langgezogenen Linkskurve geflogen. Ob erhöhte Geschwindigkeit der Auslöser war, muss von der Polizei ermittelt werden.

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Fakt ist: Der Wagen überschlug sich mehrmals im angrenzenden Feld und kam auf der Zufahrt zum Feuerwehrhaus Geinberg auf dem Dach zu liegen.

Durch die Wucht der Überschläge wurden beide Achsen abgerissen und zerschlugen die Fensterscheiben des angrenzenden Feuerwehrhauses.

Geinbergs Bürgermeister Bernhard Schöppl (FP), erhielt die schreckliche Nachricht per Telefon im Urlaub. "Der Unfall ist so tragisch. Beide Familien kannten sich schon sehr lange, wohnen gerade einmal einen Kilometer voneinander entfernt. Die Burschen waren in der Gemeinde sehr beliebt."

Beruflich in China

Peter, der in der gleichen Firma wie Mathias arbeitete, kam erst vor kurzem von Montagearbeiten aus China zurück. Schöppl: "Er hat sich so gefreut, wieder bei seiner Familie zurück zu sein."

Beide Burschen waren bekannt für ihre große Autoleidenschaft, posteten Fotos auf ihren Facebook-Profilen. Peter bot seinen 3er BMW auf Willhaben zum Verkauf an. Der Wagen wäre ab 18. April zu haben gewesen.

Schöppl weiß: "Sie hatten beide PS-starke Autos. Doch sie waren nicht als Raser bekannt. Es hat nie einen Vorfall gegeben."

Vater starb an Krebs

Für die Familie des 22-jährigen Peter ist der Horrorcrash ein weiterer schrecklicher Schicksalsschlag. Denn mit nur 38 Jahren verstarb der Familienvater im Jahr 2000 an Krebs.

Eine ganze Gemeinde steht unter Schock. Auch der Bürgermeister will sofort nach seiner Rückkehr die Familien kontaktieren.

(mip)