Österreich

Hotel Hasenwirt soll Flüchtlingsheim werden

Heute Redaktion
14.09.2021, 14:09

200 Flüchtlinge könnten in das ehemaligen Hotel Hasenwirt in Seggauberg einziehen. Dass das mehr als ein Gerücht ist, bestätigte nun der Bürgermeister, der sich in einem offenen Brief an die Innenministerin vehement gegen einen "Flüchtlingsghetto" wehrt.

200 Flüchtlinge könnten in das ehemaligen Hotel Hasenwirt in Seggauberg einziehen. Dass das mehr als ein Gerücht ist, bestätigt nun der Bürgermeister, der sich in einem offenen Brief an die Innenministerin vehement gegen einen "Flüchtlingsghetto" wehrt.

Das ehemalige 96-Betten-Hotel und das zugehörige Gasthaus Hasenwirt in Leibnitz war ein Traditionsbetrieb. Im März musste er zusperren. Seitdem gibt es immer wieder Spekulationen, dass in den Räumlichkeiten 200 Flüchtlinge untergebracht werden könnten.

Dass das mehr als nur Gerüchte sind, bestätigte nun der Bürgermeister der Gemeinde, Helmut Leitenberger (SPÖ). Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) habe das Hotel schon auf seine Tauglichkeit überprüfen lassen und bereits ein entsprechendes Ansuchen gestellt, so die "Kleine Zeitung".

Kein "Flüchtlingsghetto" bitte

Der Bürgermeister schrieb nun einen offenen Brief. Das Hotel hätte keine Infrastruktur, man könne die Leute nicht integrieren. Es sei verantwortungslos: "Die von Krieg und Terror traumatisierten AsylwerberInnen in Seggauberg in "Isolationshaft" zu nehmen ist unmenschlich", so Leitenberger.

"Schaffen Sie kein Flüchtlingsghetto in Leibnitz mit mehr als 200 Flüchtlingen!", bittet er die Innenministerin.

Er will sich mit aller Macht dagegen wehren, bleibt aber realistisch. Auf die zu erfüllende Quote würden noch 26 Flüchtlinge in Leibnitz fehlen, "und die schaffen wir auch noch". Derzeit sind schon 115 Menschen da, man wehre sich nicht generell gegen weitere Unterbringungen.

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