An einem freundlichen Tag im Jahr 2001 entschied sich Nick Burchill in einem noblen Hotel in der kanadischen Stadt Victoria abzusteigen. Er hatte allerdings Ungewöhnliches in seinem Koffer.
Salami am offenen Fenster
Musste er doch Dutzende Salamis transportieren, die er - als Delikatesse aus seiner Heimatstadt - Geschäftspartnern mitbringen wollte. Weil es keinen Zimmerkühlschrank gab, entschied er sich, den Koffer mit den viele Würsten am offenen Fenster abzustellen. So - glaubte er - würde die kühle Aprilluft die Salamis frisch halten.
"Und das war der Zeitpunkt, an dem alles den Bach runterging", sagte Burchill später.
Möwen-Attacke
Der Geschäftsreisende ging ein paar Stunden spazieren. Als er in sein Zimmer zurückkehrte, erlebte er die böse Überraschung. Es war voll mit aggressiven Möwen, die sich die Salami schmecken ließen.
"Und ich meine nicht ein paar, es waren wahrscheinlich 30 bis 40!", erzählte er. Die Tiere erschraken vor ihm und versuchten, alle auf einmal durch das kleine Fenster nach draußen zu gelangen. Die verbliebenen Vögel vertrieb Burchill indem er seinen Schuh nach ihnen warf und sie mit einem Handtuch einfing.
Doch der Schaden war angerichtet. Die Flügeschläge zerstörten die Einrichtung des Zimmers total. Nicht nur, dass überall Reste der Wurst herumlagen, die panischen Vögel rissen auch noch die Vorhänge, Lampen und vieles andere zu Boden.
Hausverbot
Die zu Hilfe gerufene Reinigungskraft war entsetzt. Das Hotelpersonal vermittelte ihm zwar ein neues Zimmer für den Rest seines Aufenthaltes, doch der Vorfall hatte Konsequenzen. Burchills Firma erhielt einen Brief, in dem ihm das Hausverbot ausgesprochen wurde.
Versöhnung
17 Jahre nach dem Vorfall kam die Versöhnung. Burchill, der wieder einmal geschäftlich in der Stadt war, wollte sich entschuldigen und fuhr nochmals zum Hotel. Er entschuldigte sich und brachte - passenderweise - ein Pfund Salami aus seiner Heimatstadt mit. Die Mitarbeiter, die den "Salami-Horror" miterlebt hatten, arbeiteten zwar nicht mehr dort, aber die aktuellen Angestellten hatten die Anekdote viele Male von ihnen gehört.
Am Schluss gab es ein Happy End: Das Hotel akzeptierte das Friedensangebot, Burchill darf ab sofort wieder im Fairmont Empress Hotel übernachten.
(red)