Cyberangriff in der Ferienzeit

Hotelgäste im Visier einer Phishing-Welle

Mitten in der Ferienzeit erhalten Hotelgäste täuschend echte Phishing-Nachrichten. Kriminelle kennen dabei sogar echte Buchungsdaten.
Technik Heute
13.08.2026, 13:07
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Derzeit häufen sich erfolgreiche Cyberangriffe auf IT-Dienstleister der Hotelbranche. Besonders brisant: Einer der aktuellen Fälle betrifft das österreichische Unternehmen Seekda, das Hotels Software für die Verwaltung von Buchungen anbietet.

Nach einem Phishing-Angriff informierte Seekda erste Betroffene über ungewöhnliche Zugriffsmuster auf seine Systeme. Das genaue Ausmaß des Sicherheitsvorfalls sei bisher nicht abschließend ersichtlich. In einer automatisierten E-Mail-Antwort hieß es: "Aufgrund einer aktuellen Phishing-Welle ist unser Team derzeit ausschließlich mit der Bearbeitung der betroffenen Fälle beschäftigt."

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Gäste verschiedener Hotels erhalten indes täuschend echt wirkende Nachrichten, heißt es auf heise.de. Per WhatsApp, SMS oder E-Mail werden sie zu kurzfristigen Zahlungen oder zur Eingabe von Kreditkartendaten aufgefordert. Dabei drohen die Täter mit einer Stornierung der Buchung.

So läuft die Betrugsmasche ab

Besonders perfide: Die Kriminellen kennen nicht nur den Namen des gebuchten Hotels, sondern auch die korrekten An- und Abreisedaten. Eine Hotelkundin wurde etwa per WhatsApp von einem vermeintlichen Booking.com-Mitarbeiter aufgefordert, ihre Buchung innerhalb von zwölf Stunden zu bestätigen, obwohl der Aufenthalt bereits bezahlt war. Sie sollte über einen Link erneut Kreditkartendaten samt CVV-Code eingeben.

Auch der Hotelsoftwareanbieter ibelsa meldete einen Sicherheitsvorfall: Am 25. Juli 2026 habe es einen nicht autorisierten Zugriff auf seine Systeme gegeben. Personenbezogene Daten von Hotelgästen seien abgeflossen, Zahlungsdaten seien aber nicht betroffen.

So schützt du dich

Aufforderungen zur erneuten Eingabe von Zahlungsdaten solltest du grundsätzlich kritisch prüfen - besonders wenn die Buchung bereits bezahlt ist oder die Nachricht über WhatsApp kommt. Öffne keine Links aus unerwarteten Nachrichten und gib keine Kreditkartendaten in Formulare ein, die über solche Links erreichbar sind.

Wer bereits Kartendaten eingegeben hat, sollte sofort die Bank kontaktieren und die Karte sperren lassen. Das Hotel am besten nur über eine bekannte Telefonnummer oder die offizielle Website kontaktieren - nicht über Kontaktdaten aus verdächtigen Nachrichten.

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