HP Omen X 2S: Der Game-Laptop mit Extra-Display

Bis zu 4.000 Euro kostet je nach Ausstattung der neue HP Omen Gaming-Laptop. Der X 2S hat neben starker Ausstattung auch ein zweites Display.
Vielleicht war es nur eine Frage der Zeit: Nachdem viele Smartphone-Hersteller Geräte mit einem zweiten Display präsentieren, bringt die HP-Gaming-Schiene Omen nun einen hochgerüsteten Spiele-Laptop mit einem zusätzlichen Display auf den Markt. Zwar gibt es für die Innovation noch nicht allzu viele Anwendungen, der Schritt bringt aber eindeutig einen Umbruch im Hardware-Markt mit sich.

Der Omen X 2S kommt mit einem stolzen Preis. Je nach Ausstattung werden bis zu 4.000 Euro fällig. Wählbar ist dabei zwischen Intel Core i7 oder i9 Prozessoren, 16 oder 32 Gigabyte Arbeitsspeicher und Nvidia GeForce RTX 2007 oder 2080 Grafikkarte sowie Full HD 240 Hz oder UHD 60Hz Monitor. Die Festplatte ist 1 TB groß.

Ein Gaming-Monster

Alleine die Ausstattung zeigt, dass man es mit einem Gaming-Monster zu tun hat. Egal ob Videoschnitt oder Highend-Videospiel in der höchsten Auflösung, es gibt keine aktuelle Anwendung, mit der der Omen X 2S nicht fertig wird. Mobil ist der Laptop allerdings nur bedingt: Alleine unser Testgerät bringt knapp unter 2,5 Kilogramm auf die Waage und ist mit 36,2 Zentimetern Länge, 26,2 Zentimetern Breite und zwei Zentimetern Dicke sowie 15,6 Zoll Display gewaltig ausgefallen.

Dafür bleibt der Laptop auch unter Volllast cool: Selbst beim mehrstündigen Spielen wird der Omen X 2S weder allzu laut, noch allzu warm. Auch ein extra Headset ist nicht unbedingt nötig, denn bei den Lautsprechern bietet der Omen überraschend überzeugende Qualität. Äußerlich ist der Laptop Omen-gemäß futuristisch gestaltet: Die Lüfter sehen wie die Auspuffrohre von Supersportwagen aus, dazu gibt es RGB-Beleuchtung für Gehäuse und Tastatur sowie direkten Zugriff auf interne Komponenten, damit der Laptop auch noch aufgerüstet werden kann.

CommentCreated with Sketch. zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Überraschendes Tastaturlayout

Auf Anschlusseite muss man auf Nichts verzichten: Es gibt drei USB-3.0-A-Anschlüsse, einen Thunderbolt-USB-C-Port, Ethernet und HDMI-Anschlüsse. Auf Volllast samt eingeschaltetem zweiten Display hält der Akku knapp unter drei Stunden durch, überraschend ist die Ladeleistung: In knapp über einer Stunde war unser Omen von 0 auf 100 Prozent Batterieleistung geladen.



Überraschend ist die Aufteilung am Tastaturpanel des Geräts. Hier findet sich ein spiegelnder Streifen auf der Oberseite, darunter liegt die Tastatur und rechts unten das Touchpad statt eines Nummernblocks. Die Tasten sind knackig geraten, reagieren gut und haben tolle Druckpunkte, als Bonus liefert HP eine bequeme Handgelenksauflage mit. Etwas sensitiver hätte das Touchpad ausfallen können, das einen leichten Druck zur Steuerung erfordert, aber Geschmackssache ist. Die Anordnung wiederum ist in der Praxis äußerst praktisch und lenkt weniger als ein mittig platziertes Touchpad ab.

Das zweite Display nutzen

Der breite Streifen oberhalb der Tastatur beinhaltet das Highlight des Geräts, ein zweites Display, das über Berührung gesteuert werden kann. Dieses bietet mehrere Möglichkeiten: Einerseits kann es ganz klassisch als zweiter beziehungsweise erweiterter Monitor verwendet werden, um mehr virtuelle Arbeitsfläche zu bekommen. Andererseits bildet es zusätzliche Infos und Funktionen ab, wie den "fehlenden" Nummernblock, Auslastungsinformationen des Geräts oder die Steuerung der Beleuchtung. Bis zu diesem Punkt wäre das aber mehr Spielerei als sinnvolle Ergänzung.

Das Display lässt sich aber auch zu ganz anderen Dingen nutzen und in Routinen einbinden. So können Streamer am Hauptmonitor zocken und am kleinen Monitor ihren Twitch-Stream, -Chat oder Face-Cam-Auftritt verfolgen. Let's-Player können sich Videoschnittmarken direkt während des Spielens einblenden. Gamer können sich YouTube-Walkthroughs abspielen lassen. Und Zocker können mit der Extra-Tastaturansteuerung ihren Messengerdienst für Party-Verabredungen nutzen, ohne das aktuelle Spiel zu beenden. Auf Wunsch kann das Extra-Display auch ausgeschaltet werden.

Seiner Zeit voraus

Was dem Omen X 2S fehlt? Ihm selbst absolut nichts, es ist einer der stärksten Gaming-Laptops überhaupt und kann locker mit einem Desktop-Spielerechner mithalten. Gefragt sind aber Spiele, die ein zweites Display noch besser ausnutzen, etwa mit Zusatzfunktionen und -steuermöglichkeiten in den Spielen selbst. Bis es soweit ist, hat der klassische Gamer noch nicht allzu viel Nutzen vom zweiten Display und das Gerät ist eher für Streamer und Youtuber interessant. Unbestreitbar aber: Der Trend geht in Richtung zweites Display, und Omen ist mit dem X 2S der Zeit voraus.

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