Hubert von Goisern brachte die "Federn" nach Wien

Der oberösterreichische Weltmusiker Hubert von Goisern gastierte am Mittwochabend im Rahmen seiner "Federn"-Tournee im Wiener Museumsquartier. Dort bewies der bald 64-jährige Multiinstrumentalist wieder einmal eindrucksvoll, dass er und seine Band zum absolut Besten gehören, was Österreich in Sachen Live-Unterhaltung zu bieten hat.

Der oberösterreichische Weltmusiker gastierte am Mittwochabend im Rahmen seiner "Federn"-Tournee im Wiener Museumsquartier. Dort bewies der bald 64-jährige Multiinstrumentalist wieder einmal eindrucksvoll, dass er und seine Band zum absolut Besten gehören, was Österreich in Sachen Live-Unterhaltung zu bieten hat.

Der Schwerpunkt des rund zweieinhalb Stunden dauernden Konzertes lag auf dem aktuellen, im Mai 2015 erschienenen Album "Federn", auf dem die amerikanische Country- und Bluesmusik Eingang in das Schaffen von Hubert von Goisern gefunden hat.

Wie schon bei der vorangegangenen "Brenna Tuats Tour" setzte der Sänger wieder auf den Gitarristen Severin Trogbacher, den Bassisten Helmut Schartlmüller und Schlagzeuger Alex Pohn. Wie ein Uhrwerk funtionierte das eingespielte Quartett, das durch den US-Amerikaner Bob Bernstein an der Slide-Gitarre verstärkt worden ist.

Neben sämtlichen Nummern vom "Federn"-Album durften ein paar Klassiker auf der Setliste natürlich nicht fehlen. So kamen vom Vorgängeralbum "Entwederundoder" die beiden Songs "Nit lang her" und "Brenna tuats guat" zum Einsatz. Im Zugabenblock gab es mit "Wieder Hoam" und dem Über-Hit "Heast as nit" zwei Gänsehaut-Garanten zu hören.

"Wir leben in spannenden Zeiten"

Aufgelockert hat der 63-jährige Oberösterreicher, dem man die Jahre noch nicht anmerkt, die Zeit zwischen den Nummern mit witzigen Anekdoten aus seinem Leben und seinen viele Reisen. Politisch hat er sich nur kurz vor dem Ende des Konzertes geäußert. Die Österreicher leben momentan "in spannenden Zeiten" und hätten es selber in der Hand, den zukünftigen Weg zu wählen. Der eine würde in eine gute Zukunft führen, der andere in den Abgrund.

Natürlich brauchte er nicht zu erwähnen, welcher Weg welcher ist. Der deutschen Kanzlerin attestierte er mehr Eier als so manchem ihrer männlichen Kollegen und gratulierte ihr für die mutige "Wir schaffen das"-Mentalität. Auch er hat manchmal Angst, doch solle man sich dennoch immer noch auf den nächsten Tag freuen. Denn wenn man schon mit Angst in einen neuen Tag startet, kann das kein guter werden, gab er der ausverkauften Halle E im MQ mit auf den Nachhauseweg.

Die "Federn"-Tour führt die Band noch bis Ende Oktober über Italien, Liechtenstein und Salzburg nach Deutschland.

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