Wien

Hubschrauber geblendet: Corona-Demonstrant droht Haft

Bis zu zehn Jahre könnte ein Maßnahmengegner hinter Gitter kommen, weil er einen Polizeiheli mit einem Laserpointer attackiert haben soll.
Clemens Pilz
01.03.2022, 11:31

Das Hantieren mit einem Laserpointer bei einer Corona-Demo vergangenen November in Wien hat einen Maßnahmengegner jetzt grobe Probleme eingebracht: Am Dienstag muss sich der Mann vor dem Landesgericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass er gegen die Besatzung eines Polizeihubschraubers Gewalt ausüben wollte. Sollte er im Sinne der Anklage schuldig gesprochen werden, drohen ihm zwischen einem und zehn Jahre Haft wegen vorsätzlicher Gefährdung der Luftfahrt.

Der Angeklagte soll einen Polizeihubschrauber mit einem leistungsstarken Laserpointer der Klasse 3 ins Visier genommen haben. Der Pilot musste die Flugrichtung ändern, weil er gegen 17 Uhr mehrmals durch das Gerät geblendet wurde. Nach einem ersten Ausweichmanöver, das der Co-Pilot mit einem Warnruf veranlasst hatte, soll der Tatverdächtige den Hubschrauber mit dem Lasergerät vom Boden aus weiter verfolgt und geblendet haben. Der Hubschrauber befand sich in einer Flughöhe von rund 450 Metern. Es nahm laut Anklage einige Zeit in Anspruch, ehe die Besatzung es schaffte, den Heli wieder in gesicherte Bahnen zu steuern.

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Ein Urteil stand am Dienstag gegen Mittag noch aus.

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