Österreich

Hubschrauber zu teuer – Wanderer zu Fuß geborgen

Ein Tourist verstieg sich am Untersberg (Sbg.) und bestand aus Kostengründen auf eine kompliziertere Bergung ohne Hilfe eines Helis.
Sandra Kartik
30.03.2022, 13:12

Ein Wanderer, der seine Kraft falsch einschätzte, beschäftigte die Bergretter Grödig (Sbg.) nun bereits zum dritten Mal in kurzer Zeit. Am Dienstag mussten die freiwilligen Helfer ausrücken, um einen Amerikaner vom Doppelsteig am Untersberg (Sbg.) zu retten. Der 22-Jährige hatte auf 1300 Metern Höhe um Hilfe gerufen. Er war schlecht ausgerüstet, berichten die drei Einsatzkräfte. 

Taubergung abgelehnt

Besonders erschwert wurde die Situation dadurch, dass der unerfahrene Kletterer eine Taubergung durch die Polizei strikt ablehnte. Der Grund: Die Kosten waren ihm zu hoch. Die Bergung von Wanderern im Gebirge kostet in etwa 3500 Euro. Ohne entsprechende Versicherung für Bergekosten müsste der Betroffene diese Summe selbst übernehmen. Hinzu kommen noch jeweils 46 Euro für die ehrenamtlichen Retter, der ihnen pro Berg-Einsatz bezahlt wird. "Unsere Leute brachten ihn dann zu Fuß ins Tal", erzählte Manfred Haas, Ortstellenleiter von Grödig, den "Salzburger Nachrichten".

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Generell seien gesperrte Steige und Wege am Untersberg noch vereist. Wer sich hier versteigt, geht zu dieser Jahreszeit ein hohes Risiko ein. "Das ist für die teilweise doch schlecht ausgerüsteten Wanderer sehr gefährlich", so Haas.