Vor gut fünf Jahren hatte Psychotherapeutin Katharina Mares-Schrank die Idee, einen Therapiehund in ihren Therapiealltag zu integrieren als eine kleine Samojedendame in ihre Familie einzog. Die schneeweiße Tanja konnte bereits im Welpenalter an ihre Aufgaben in der Kinderpsychiatrie gewöhnt werden, startete die Therapiehundeausbildung, bei der sowohl der Hund, als auch Mares-Schrank als Hundebesitzerin zunehmend zu einem „therapeutischen Team“ wurden.
Weil das Projekt äußerst erfolgreich lief und es mit Hilfe von Tanja viel besser gelang, Kontakt zu traumatisierten Patienten aufzubauen, bereicherte dann 2018 auch Huskydame Lina das Team und teilt sich seither mit Tanja die Arbeitswoche.
Primar Paulus Hochgatterer stellte Landeshauptfrau-Stellvertreter Stephan Pernkopf nun seine tierischen Mitarbeiterinnen vor. "Vor allem bei unsicheren, ängstlichen, aber auch bei traumatisierten Kindern und Jugendlichen helfen die Hunde beim Beziehungsaufbau. Kinder und Jugendliche mit Bindungsproblematiken haben weniger Schwierigkeiten und Ängste, Kontakt aufzunehmen, wenn ein Hund anwesend ist. Dadurch ist ein Einsteigen in einen therapeutischen Prozess mit den Kindern und Jugendlichen leichter, rascher und stabiler möglich", erklärte er.
Pernkopf war begeistert und es gab nicht nur verbale Streicheleinheiten für die Hunde: „Unsere Kliniken leisten täglich Spitzenmedizin in allen Regionen unseres Landes. Die Corona-Pandemie beweist das, stellt uns aber auch vor außergewöhnliche Herausforderungen. Die beide Hunde Lina und Tanja bieten gerade für Kinder und Jugendliche einen kleinen Ausgleich zu den derzeit leider reduzierten körperlichen Kontakten und Besuchen.“
Beide Hunde wurden fixer Bestandteil der Abteilung, begleiten regelmäßig Kinder und Jugendliche durch ihren stationären Aufenthalt, sowohl innerhalb psychotherapeutischer Prozesse, als auch im Alltag. Besonders während der tristen Corona-Zeit schafften es die beiden Tiere immer wieder den jungen Patienten und ihren Eltern ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern.