Hütter-Chef: "Ich war fett wie eine Sau"

Adi Hütter und Max Eberl
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Gladbach-Sportchef Max Eberl verrät, wie er auf einer Skihütte Kraft tankte. Und, warum Trainer Adi Hütter jeden Cent seiner teuren Ablöse wert ist.

Im Jänner 2020 war Max Eberl von der Bildfläche verschwunden. Der Gladbach-Sportchef nahm sich eine Auszeit, ehe er in sein Amt zurückkehrte, seinen Vertrag bis 2026 verlängerte.

Wo war er? Was hat er gemacht? Jetzt packt der 48-Jährige aus. Eberl schildert der "SportBild", dass er sich in eine Skihütte im Schweizer Davos zurückzog. Dort habe er kaum Kontakte gepflegt, nur seiner besorgten Mutter jeden Abend ein Daumen-hoch-Emoji geschickt. Zu Besuch kamen nur ein "sehr guter Freund" und sein Sohn.

"Ich habe viel gelesen. Keine ganzen Bücher, weil ich dazu nicht ausdauernd genug bin. Aber zum Beispiel Aphorismen – also Sätze oder Lebensweisheiten –, über die man mal länger nachdenkt. Und ich habe da oben viel über mich gelacht." Nicht nur er, mit folgender Anekdote habe ihn sein damaliger Trainer, Ex-Salzburger Marco Rose, noch lange aufgezogen. Eberl: "Wenn man versehentlich die Autotür schließt, der Schlüssel drin liegt und man oben auf dem Berg vier Tage nicht mehr ins Auto kann, bis Hilfe kommt."

Die Zeit auf den Bergen habe ihm nicht nur geistig gut getan: "Ich hatte gar nicht geplant abzunehmen. Aber dadurch, dass ich mich so wohlgefühlt habe, viel Sport gemacht habe, mich gesund ernährt und Süßigkeiten weggelassen habe, entstand schnell eine Kombination aus Körper und Geist, die mir viel Energie geschenkt hat. Am Anfang habe ich beim Skifahren ehrlich gesagt noch gewitzt wie ein Schwein, weil ich fett war wie eine Sau. Und am Ende habe ich an mir runtergeschaut und gedacht – okay, da ist einiges weg und du fühlst dich besser. Das versuche ich mir zu bewahren."

Eberl lobt Hütter

Nach seiner Rückkehr wartete auf Eberl eine bewegte Zeit. Rose verkündete noch während der laufenden Saison seinen Sommer-Wechsel zu Borussia Dortmund. Die Leistung der "Fohlen" brach ein. Im Hintergrund lief die Suche nach dem passenden Nachfolger auf Hochtouren.

Eberl entschied sich für Frankfurts Adi Hütter. Für den Österreicher zahlte Gladbach 7,5 Millionen Euro Ablöse – Ligarekord für einen Trainer. Laut Eberl ist Hütter jeden Cent wert.

Der Sportchef über seinen Chefcoach: "Wei er für mich der passendste Trainer in unserer Situation ist. Wir haben mit Marco Rose nach Lucien Favre und Dieter Hecking einen Schritt nach vorne getätigt und können diese Entwicklung mit ihm fortsetzen."

Nach dem durchwachsenen Saisonstart hat sich Gladbach unter Hütter auf Bundesliga-Rang neun vorgearbeitet. Auf die Champions-League-Ränge fehlen nur mehr drei Punkte.

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