Szene

Hugenotten-Henri, gut und hungrig!

Es ist wieder einmal soweit - ein Stück Weltgeschichte goes nach einem Zwischenstopp auf der Kinoleinwand mit ganz viel Trommelwirbel Fernsehen!
Heute Redaktion
14.09.2021, 16:27

Es ist wieder einmal soweit – ein Stück Weltgeschichte goes nach einem Zwischenstopp auf der Kinoleinwand mit ganz viel Trommelwirbel Fernsehen!

Das Historienepos "Henri 4" (morgen, 20.15 Uhr, ORF 2) orientiert sich an 1500 Seiten Romanvorlage von Heinrich Mann und bietet alles, was man sich von einem menschelnden, hochgepushten, vor Manneskraft nur so strotzenden Herrscher wünschen kann: Blutige Schlachten, Fanatismus, Glaubenskriege, Visionen, Matratzensport mit Mätressen. Und: Die Macher des 20-Millionen-Films protzen mit Zahlen wie "378 Komparsen, 96 Stuntleute, 40 Pferde, 21 Drehorte".

Der Film (mit den Austrostars Karl Markovics und Paulus Manker) erzählt vom französischen König Heinrich IV, der sich an die Spitze der Protestanten (damals Hugenotten) stellte und gegen die Katholiken rüstete. Katharina de Medici, Königin von Frankreich und die große Rivalin seiner Mutter, reichte ihm zur Versöhnung die Hand ihrer Tochter. Am Ende wurde er erstochen.

Die "Süddeutsche" vernichtet den Streifen herrlich grausam: Die Rede ist von "hüftsteifem Laienspiel", in dem "gerammelt wird, dass es eine Karfreitagsfreude ist". Tipp: "Meiden Sie diesen Film!"