Konzern stoppt Aktienrückkauf

Hugo Boss: Machtkampf mit Großaktionär

Beim Modekonzern Hugo Boss spitzt sich der Konflikt mit dem britischen Großaktionär Frasers zu. Das Unternehmen reagiert mit einem Kurswechsel.
Newsdesk Heute
02.09.2026, 17:28
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Der deutsche Modekonzern Hugo Boss steht vor einer Machtverschiebung. Der britische Großaktionär Frasers Group will seinen Anteil am Unternehmen auf über 50 Prozent ausbauen und damit die Mehrheit übernehmen.

Diese Ankündigung zwingt Hugo Boss jetzt zu einem abrupten Kurswechsel: Das erst vor wenigen Tagen gestartete Aktienrückkaufprogramm wird mit Ablauf des 8. Septembers bis auf Weiteres ausgesetzt.

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Wie N-TV berichtet, hatte der Modekonzern mit Sitz im schwäbischen Metzingen das Rückkaufprogramm am 24. August gestartet und seither 124.044 Aktien für rund 4,8 Millionen Euro erworben.

Britischer Milliardär hinter dem Deal

Hinter der Frasers Group steht der britische Milliardär Mike Ashley. Sein Unternehmen hält derzeit bereits 48 Prozent der Hugo-Boss-Anteile und ist damit der größte Aktionär des Modekonzerns.

Wie und wann genau die Marke von 50 Prozent überschritten werden soll, teilte Frasers nicht mit. Zusätzlich stellt der Einzelhändler seine Unterstützung für Hugo-Boss-Aufsichtsratschef Stephan Sturm auf den Prüfstand.

Sturm bleibt vorerst im Amt

Der Modekonzern reagierte umgehend auf die Ankündigung aus Großbritannien. Hugo Boss erklärte, dass die Mitteilung von Frasers zu keinen personellen Veränderungen führe. Aufsichtsratschef Sturm bleibe in seinem Amt.

Das Unternehmen sei weiterhin von seiner Strategie überzeugt und werde eine Wiederaufnahme des Aktienrückkaufprogramms zu gegebener Zeit prüfen.

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