Hund biss Mann Nase ab, Streit um OP-Kosten

Bei einer Grillparty schnappte ein Polizeihund in das Gesicht von Lukas S. und ließ nicht mehr los. Die halbe Nase des Kärntners fehlte. Jahrelang musste er um die Kosten der Operation streiten.
Der blutige Vorfall ereignete sich im Sommer 2015 bei Klagenfurt. Die Rettung fand zwar den abgebissenen Nasenflügel, doch nach einer ersten Operation im Landeskrankenhaus fiel das Stück wieder ab.

Lukas S. suchte auf eigene Faust einen Transplantationsexperten und ließ die Nase in einer steirischen Privatklinik erfolgreich wiederherstellen. Die Kosten von 9.400 Euro streckte er vor – ein hoher Betrag für den damals 31-Jährigen.

Doch die Haftpflichtversicherung der Polizeihunde weigerte sich, die Operation in der Spezialklinik zu bezahlen. Lukas S. wurden nur 2.500 Euro angeboten.

CommentCreated with Sketch.20 zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Leidensweg nicht zu Ende

Es folgten juristische Verhandlungen und Klagsdrohungen zwischen Versicherung, Gebietskrankenkassa und Spitälern.

Nachdem der "ORF Kärnten" über die unendliche Geschichte berichtete, konnte nun ein Vergleich geschlossen werden, der

Lukas S. nahezu die volle Höhe der Operationskosten ersetzt.

Der Leidensweg des Kärntners hat übrigens noch immer kein Ende: Das Bissopfer hat große Narben im Gesicht und bekommt weiterhin wenig Luft. Aber: Der Halter des Polizeihundes wurde vor Gericht rechtskräftig freigesprochen.

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