Hund getreten? 120 Sozialstunden für Halter

Der Angeklagte vor Gericht.
Der Angeklagte vor Gericht.Bild: salpa
Wegen eines angeblichen Trittes musste gestern ein Hundehalter in Wr. Neustadt auf die Anklagebank. Er wurde zu Sozialstunden verurteilt.

Prozess wegen Tierquälerei am Dienstag am Landesgericht in Wiener Neustadt: Ein Mann soll im Oktober 2019 beim Friedhof in Klausen-Leopoldsdorf (Bezirk Baden) seinen Hund getreten haben.

Eine Friedhofsbesucherin, die den Besitzer auch flüchtig kennt, hatte das Tier aufjaulen gehört und erbost den Mann angezeigt.

Am Landesgericht Wr. Neustadt war der Fall alles andere als eindeutig: „Mein Hund jagte zwei Rehen nach, daher habe ich meinen Hund niedergedrückt. Und dabei hat er gejault, aber von einem Tritt kann nie die Rede sein", so der Angeklagte vor Gericht. Möglich also, dass er nur wegen der subjektiven Wahrnehmung der Frau vor Gericht musste.

Auf einen Freispruch wollte der Angeklagte bzw. dessen Anwalt nicht "drücken" - somit wurde die Causa diversionell erledigt. Der Hundehalter wurde zu 120 Sozialstunden im Rahmen einer Diversion verurteilt.

CommentCreated with Sketch. Jetzt kommentieren Arrow-RightCreated with Sketch.
Nav-Account red Time| Akt:
SC Wiener NeustadtGood NewsNiederösterreichGericht

ThemaCreated with Sketch.Weiterlesen