Hund per Flugzeug nach Serbien abgeschoben

Bild: privat

Wenn Österreichs Amtsschimmel wiehert, kann ihn kein Bellen stoppen. Herzzerreißende Szenen Freitag in Graz: Zwei Zollbeamte in Uniform läuteten an der Türe von Familie Rossmann und beschlagnahmten deren jüngstes Familienmitglied - Hündin "Xena".

Wenn Österreichs Amtsschimmel wiehert, kann ihn kein Bellen stoppen. Herzzerreißende Szenen Freitag in Graz: Zwei Zollbeamte in Uniform läuteten an der Türe von Familie Rossmann und beschlagnahmten deren jüngstes Familienmitglied – Hündin "Xena".

Vor den Augen der schluchzenden Töchter erklärten die Beamten, dass das Tier nach Wien gebracht und per Flugzeug in sein Geburtsland Serbien abgeschoben wird. Der Grund für die tierische Schubhaft: "Xena" wurde von der Familie importiert und ist erst knapp fünf Monate alt. Laut Seuchenschutzbestimmung dürfte der Hund aber erst mit sieben Monaten nach Österreich kommen.

Und da Stefanie Rossmann den Vierbeiner gesetzestreu angemeldet hatte, wussten die Behörden von "Xenas" Existenz. "Ich kannte diese Gesetzeslage echt nicht", sagt Stefanie Rossmann. Die Grazerin kommt mit dem Trösten ihrer Kinder Leonie (3) und Alina (6) nicht nach: "Erst im April starb unser ‚Hercules‘, und jetzt mussten sie ohne Vorwarnung Abschied von Nachfolgerin ‚Xena‘ nehmen."

Sonntag keimte nach langen Telefonaten Hoffnung: Ein serbisches Tierheim übernimmt bis August "Xena", dann darf die Hündin legal einreisen.

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