Österreich

Hund verendet nach neun Stunden qualvoll im Auto

Ein Grazer hatte seinen Schnauzer in seinem Wagen vergessen – ganze neun Stunden lang. Als er seinen Fehler bemerkte, war es zu längst spät.
Heute Redaktion
13.09.2021, 20:29

Der Steirer hat am Montag Selbstanzeige erstattet, nachdem er seinen Hund im stickigen, aufgeheizten Auto vergessen hatte. Der Grazer war mit seinem Vierbeiner spazieren und ist mit ihm dann wieder nach Hause gefahren. Von dort aus ist er dann in einen anderen Wagen umgestiegen und zur Arbeit. Der Hund blieb allerdings im zuvor benutzten, heißen Auto zurück.

Erst nach neun Stunden bemerkte das Herrchen seinen fatalen Fehler. Doch dann war es bereits zu spät. Der Mann rief einem Bericht der "Kleinen Zeitung" zufolge die Tierrettung und schilderte die Situation. Sein Hund liege regungslos im Auto, die heraushängende Zunge sei schon blau. Er war bereits tot.

"Der Mann war total geknickt, er konnte sich selber nicht erklären, warum ihm das passiert ist", wird Karl Forstner vom Aktiven Tierschutz Steiermark zitiert. Der Grazer zeigte sich äußerst reumütig und erstatte Selbstanzeige. Leider nützt das dem toten Vierbeiner aber nichts mehr.

Leider kein Einzelfall

"Lassen Sie Tiere auf keinen Fall im heißen Auto zurück. Aktuelle Vorfälle zeigen leider, dass immer wieder Hunde bei großer Hitze in Autos zurückgelassen werden und dabei schlimme Qualen erleiden müssen. Hunde besitzen keine Schweißdrüsen und können sich nur über das Hecheln abkühlen. Bei einer Außentemperatur von 30 Grad erwärmt sich schon nach kürzester Zeit das Wageninnere auf tödliche 60 Grad und mehr. Erste Anzeichen für eine Überhitzung des Hundes sind starkes Hecheln, Erbrechen und eine dunkel gefärbte Zunge. Bei einem Hitzeschlag zählt jede Sekunde", informiert der Österreichische Tierschutzverein.

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Auch die Tierschutzombudsstelle Wien appelliert an alle Hundehalter, ihre Tiere in den Sonnenstunden nicht im Auto alleine zurückzulassen und startete eine Videokampagne:

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(red)