Hund wartet jeden Tag 12 Stunden auf sein Herrchen

Die Chinesen sind Xiongxiong verfallen. Der Hund begrüßt seinen Besitzer Abend für Abend an der U-Bahn-Station, wenn dieser von der Arbeit kommt.
Geduldig liegt Xiongxiong jeden Tag vor demselben Treppenaufgang einer U-Bahn-Station in der südwestchinesischen Metropole Chongqing und wartet. Ab und an streichelt ihm ein Passant über den Kopf, was er zu genießen scheint. Freudiges Bellen und Schwanzwedeln entlockt dem 15-jährigen Hund aber nur einer: sein Besitzer, wenn dieser den Vierbeiner nach einem Zwölf-Stunden-Tag endlich wieder begrüßt.

Ein Video von Xiongxiong (deutsch: kleiner Bär) macht zurzeit auf den sozialen Netzwerken in China die Runde – und wird heiß geliebt. Vielleicht auch deshalb, weil der Hund sich frei bewegen kann: Xiongxiong trägt weder Halsband noch Leine.

"Er war schon immer so", sagt sein Besitzer, der anonym bleiben will, dem Nachrichtenportal Pear Video. Seit er Xiongxiong vor acht Jahren übernommen hat, habe dieser stets auf ihn gewartet.

Auch Passanten lieben den "kleinen Bären"

Er sei ein "sehr guter" Hund, sagt einer der Passanten, die Xiongxiong täglich begegnen. Er lasse sich bereitwillig streicheln, nehme von Fremden aber kein Futter an.

CommentCreated with Sketch. Jetzt kommentieren Arrow-RightCreated with Sketch. Der "kleine Bär" ist angeblich schon so berühmt, dass Leute aus der 30-Millionen-Stadt extra anreisen, um ein Foto oder Video von oder mit ihm zu machen und es auf den sozialen Medien teilen. So schreibt es die South China Morning Post".

Auf dem chinesischen Mikroblogging-Dienst Sina Weibo sind Xiongxiong bereits Tausende Posts mit entsprechenden Hashtags gewidmet. Die Beiträge rund um den treuen Hund wurden unzählige Male geteilt und kommentiert. Darunter gibt es auch Kritiker, die ob des Trubels um das Wohlergehen des Tieres fürchten und den Besitzer rügen: Ein wirklicher Hundeliebhaber würde den Vierbeiner nicht so lange allein lassen.

Loyal über den Tod hinaus

Einer der berühmtesten treuen Hunde ist wohl Hachiko aus Japan, der in den 1920ern stets an der Station Shibuya in Tokio auf sein Herrchen wartete – auch noch neun Jahre nach dessen Tod. Und Greyfriars Bobby aus Schottland. Der Skye Terrier bewachte das Grab seines Besitzers im 19. Jahrhundert mehr als 14 Jahre lang. Beiden Hunden ist eine Statue gewidmet. Und über beide existieren sogar ein Buch und ein Film. (kko)

Nav-Account heute.at Time| Akt:
ChinaNewsWeltHundTiere

ThemaCreated with Sketch.Weiterlesen