Hund wird an Auto angeleint und Gassi geführt

Mit geringem Tempo und kurzer Leine fährt der Wagen auf der Straße, der Hund muss mitrennen.
Mit geringem Tempo und kurzer Leine fährt der Wagen auf der Straße, der Hund muss mitrennen.
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In der Schweiz wurde ein Hund an die Anhängerkupplung eines Autos angemacht und musste nachrennen. Mittlerweile hat sich die Polizei eingeschaltet.

Die Besitzerin dieses Hundes hatte keine Lust aufs Gassigehen. Am Freitag wurden in Montignez im Kanton Jura zwei Videos aufgenommen, die in den sozialen Medien fleißig geteilt werden. Zu sehen ist ein Hund, dessen Leine an der Anhängerkupplung eines Autos angemacht wurde. Mit geringem Tempo und kurzer Leine fährt der Wagen auf der Straße, und der Hund muss mitrennen.

Der Urheber des Videos regte sich auf Facebook über die Aktion der Hundehalterin auf. Er schreibt: "1,5 Meter Seil und Abgas! Super!" Gegenüber "Le Matin" sagte der 24-Jährige: "Ich war auf dem Weg zu meinen Eltern, als ich diesen Hund an der Leine hinter einem Auto herlaufen sah." Sein erstes Video zeigte das wegfahrende Auto auf einem Feldweg. Der junge Mann erzählte weiter: "Ich versteckte mich in einem Maisfeld, um bei seiner Rückkehr das zweite Video zu drehen."

Wie er sagte, gehören der Besitzerin des Hundes auch zwei Pferde in der Region. Ihr werden Streitigkeiten mit dem kantonalen Veterinärdienst vorgeworfen. Ein Anruf von dem 24-Jährigen bei der Polizei blieb erstmals erfolglos. Für Chloé Termeno von der jurassischen Vereinigung für Tierschutz ist die Aktion aber noch nicht abgeschlossen.

Abgase und keine Chance, sich zu erleichtern

Die Tierschützerin wurde zuvor noch nie mit so einem Verhalten konfrontiert. "Wenn sie mit ihrem Hund spazieren geht, ohne ihn zu sehen, ist das gefährlich", sagte sie. Laut Termeno kann der Kantonstierarzt in solchen Situationen eingreifen, auch wenn das Gesetz bei solchen Aktionen nicht genau definiert ist.

Auf Facebook regen sich diverse Bekannte von dem Mann über den Gassigang auf. Besonders dass der Hund Abgase einatmet und keine Zeit hat, sich zu erleichtern, wird von den Nutzern heftig kritisiert. Wie "Le Matin"schreibt, hat sich mittlerweile auch die Polizei des Kantons Jura eingeschaltet. Ob der Hund leiden musste oder gar ein Regelverstoß im Straßenverkehr vorliegt, wird derzeit untersucht.

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