Was im niederösterreichischen Biedermannsdorf als ÖAMTC-Panneneinsatz begann, endete als Tauchgang in einen sieben Meter tiefen Brunnen. Grund: Ein Hund war am Mittwochnachmittag im Auto eingesperrt, während der Besitzerin der Schlüssel durch ein Gitter im Boden in den Brunnen gefallen war.
Eigentlich wollte die Wienerin Tanja M. nur kurz in einer Gastwirtschaft im Bezirk Mödling einkehren. Ihren Hund ließ sie inzwischen im Auto zurück. Als sie das Gasthaus mit ihrer Tochter wieder verließ, passierte das folgenreiche Malheur: Der Wienerin fiel der Schlüssel aus der Hand durch ein Gitter und landete genau in einem sieben Meter tiefen Brunnen.
Um den Hund zu retten rief die Wienerin den ÖAMTC-Pannendienst. Der Pannenhelfer konnte das Auto aufschließen und den Hund aus seiner misslichen Lage befreien. Doch der einzige Autoschlüssel lag nach wie vor im Brunnen. Der Wirt hatte inzwischen die Situation mitbekommen und öffnete hilfsbereit das Gitter zum Brunnen.
Ehemann wagte sich in die Tiefe
Nachdem ein Bergungversuch des Pannenhelfers mit einem Magneten misslang, war klar: Jemand muss hinuntersteigen. Gerade zur rechten Zeit traf der Ehemann von Tanja M. ein. Er meldete sich gleich freiwillig für den Tauchgang.
"Der Ehemann hat sich dann bis auf die Unterhose ausgezogen", erzählte Pannenhelfer Roman Bauer. "Wir konnten eine lange Leiter auftreiben, die wir den Brunnenschacht hinunter gelassen haben." Der Wirt wartete auch noch mit einem Klettergeschirr und einem Seil auf.
Erfolgreiche Schlüssel-Bergung
Was darauf folgte war ein "Zwischending aus Fischerei, Gestocher und Tauchgang". Schließlich stand das Wasser am Grund des Brunnens etwa zwei Meter tief. Mit Hilfe eines Magneten konnten die Schlüssel schließlich gefischt werden. Hund gerettet, Autoschlüssel gefunden und alle Beteiligten um eine skurrile Anekdote reicher - ein rundum erfolgreicher Panneneinsatz.